MÄNNER, NLB: Malters verliert Playoff-Platz

Nach drei Spielen ohne Niederlage kassiert NLB-Aufsteiger Malters gegen Laufenburg-Kaisten eine 1:3-Heimniederlage. Der Trainer kritisiert das Abwehrverhalten.

Ruedy Vollenwyder
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Die Malterser Pascal Küttel (unten) und Werner Weibel (Mitte) wehren sich gegen Laufenburgs Angriff. (Bild: Philipp Schmidli (Malters, 10. 12. 2016))

Die Malterser Pascal Küttel (unten) und Werner Weibel (Mitte) wehren sich gegen Laufenburgs Angriff. (Bild: Philipp Schmidli (Malters, 10. 12. 2016))

Ruedy Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

NLB-Aufsteiger VBC Malters hat sich in der neuen NLB-Umgebung recht gut zurechtgefunden und hat bisher 15 Punkte gesammelt. Die drei letzten Partien gegen Schönenwerd II, Olten und Smash Winterthur wurden gar glatt mit 3:0 gewonnen. So schaffte sich das Team um Spielertrainer Ondrej Boula eine gute Ausgangslage und konnte gar mit einem Platz in der Aufstiegsrunde liebäugeln.

Im Match gegen Laufenburg, das man in der Vorrunde noch mit 3:0 besiegte, wurde die Malters-Truppe aber wieder auf den Boden der Realität heruntergeholt. Man kassierte eine undiskutable 1:3-Niederlage. «Zwei Sätze lang lief von unserer Seite her gegen die topmotivierten Laufenburger überhaupt nichts», monierte denn auch Malters-Spieler Andreas Weibel. «Wir standen permanent unter Druck und kamen so überhaupt nicht ins Spiel.»

Mit anderen Worten: Malters war in diesem Sechs-Punkte-Match um einen Platz in den Playoffs der aggressiven Spielweise des Gegners nicht gewachsen. Die ersten beiden mit 18:25 und 16:25 verlorenen Sätze sprechen eine deutliche Sprache. Erst im dritten Abschnitt konnte Malters endlich sein wahres Gesicht zeigen. Es war Spielertrainer Ondrej Boula persönlich, der sein Team mit tollen Servicebällen von einem 5:4 auf ein 12:4 pushte und so den Grundstein für den 25:18-Satzsieg legte. Diese Leistungssteigerung war aber nur ein laues Lüftchen. Die abgeklärter und zielstrebiger agierenden Laufenburger machten im animiert verlaufenen vierten Satz den Drei-Punkte-Sack (25:20) zu.

Malters verteidigte zu wenig konsequent

Der Malters-Trainer nahm diese Niederlage gelassen und analysierte: «Wir haben gegen einen sehr motivierten und stark spielenden Gegner verloren. Was mich allerdings an dieser Niederlage störte, das war die fehlende Bereitschaft zum konsequenten Abwehrverhalten.» Er trauerte insbesondere den vielen verpassten Punkten nach, welche nach Block-outs an die mit Leidenschaft spielenden Gäste gingen.

Nach dieser Niederlage ist der VBC Malters wieder auf einen Playout-Platz abgerutscht. Der 22-jährige Aussenangreifer Andreas Weibel war denn nach der Partie sichtlich enttäuscht. «Wir waren diesmal nicht parat, spielten unsicher und nervös. Alle Spieler waren mit der gebotenen Leistung unzufrieden. Um Erfolg zu haben, muss in unserem Spiel aber alles zusammenpassen. Und das Team ist jeweils auf Topleistungen unseres Trainers Ondrej Boula angewiesen.» Diese Erfolgsfaktoren zündeten in diesem Match nicht.

Playoffs noch nicht abgeschrieben

Mit dem Verlauf der Saison ist Andreas Weibel nur bedingt zufrieden. Es lagen seiner Meinung nach noch ein paar Punkte mehr drin als die eroberten 15 Zähler. Er spricht insbesondere den Match in Schaffhausen gegen Klettgau an. «Da standen wir gegen einen schwachen Gegner wirklich neben den Schuhen und verloren mit 1:3.» Punkte, welche Malters im Kampf um die Playoff-Qualifikation nun fehlen. Doch er gibt nicht auf: «Wenn wir in den restlichen Partien gegen allerdings stärker eingeschätzte Gegner unser Spiel ‹auf die Rolle bringen›, ist die Playoff-Qualifikation noch möglich.»

Ostgruppe: Volero Zürich - Olten 3:1. Schönenwerd - Züri Unterland 3:1. Klettgau - Winterthur 3:1. Malters - Laufenburg-Kaisten 1:3.

Rangliste: 1. Züri Unterland 10/24 (26:9). 2. Volero Zürich 10/20 (22:14). 3. Schönenwerd II 10/19 (23:16). 4. Laufenburg-Kaisten 10/16 (18:17). 5. Malters 10/15 (18:15). 6. Smash Winterthur 10/12 (13:21). 7. Klettgau 10/11 (15:22). 8. Olten 10/3 (6:27). – Olten in der Abstiegsrunde.

Malters - Laufenburg-Kaisten 1:3

Bündtmättli. – 60 Zuschauer. – SR Signer/Wiederkehr. – Spieldauer: 85 Minuten. – Sätze: 18:25, 16:25, 25:18, 20:25. – Malters: Werner Weibel, Pascal Küttel, Kretzschmar, Rafael Küttel, Boula, Keller, Doppmann (Libero); Krauer, Andreas Weibel, Weber.

Ostgruppe: FC Luzern II - Schaan 1:3. Glarus - Giubiasco 3:0. Aadorf - Toggenburg 3:0. Fides Ruswil - Steinhausen 3:1.

Rangliste: 1. Toggenburg 11/27. 2. Aadorf 10/20 (25:14). 3. Glarus 10/20 (24:14). 4. FC Luzern II 11/16 (20:22). 5. Giubiasco 9/15 (17:15). 6. Schaan 10/15 (18:19). 7. Fides Ruswil 10/5 (7:27). 8. Steinhausen 9/2 (9:27). – Steinhausen in der Abstiegsrunde.