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Brooks Koepka verteidigt seinen Titel bei den US Open: «Mann, es fühlt sich gut an»

Der Amerikaner Brooks Koepka verteidigt seinen Titel bei den 118. US Open als erster Spieler seit knapp 30 Jahren erfolgreich – und das unter denkbar schwierigen Voraussetzungen.
Thomas Niklaus (SID)
Er darf den Pokal zum wiederholten Mal halten: Der 28-jährige Brooks Koepka feiert den zweiten Major-Titel seiner Karriere. (Bild: CJ Gunther/EPA (Southampton, 17. Juni 2018))

Er darf den Pokal zum wiederholten Mal halten: Der 28-jährige Brooks Koepka feiert den zweiten Major-Titel seiner Karriere. (Bild: CJ Gunther/EPA (Southampton, 17. Juni 2018))

Brooks Koepka legte den silbernen Pokal fast zärtlich in seine Arme. «Mann, es fühlt sich gut an, dieses Ding noch einmal zu halten. Das ist unglaublich», sagte der 28 Jahre alte Amerikaner freudestrahlend, nachdem er bei den 118. US Open in der Nacht auf gestern Schweizer Zeit als erster Spieler seit Curtis Strange (1989 und 1990) den Titel erfolgreich verteidigt hatte.

Auf dem schwierigen Par-70-Kurs im Shinnecock Hills Golf Club von Southampton/New York siegte Koepka mit 281 Schlägen knapp vor dem Engländer Tommy Fleetwood (282), dem auch eine historische Schlussrunde nicht zum Sieg reichte. Der Weltranglistenerste Dustin Johnson (USA/283) musste sich mit Rang drei begnügen. Brooks ­Koepka kassierte für seinen Turniererfolg 2,16 Millionen Dollar Preisgeld. Für ihn ist es der zweite Major-Titel seiner Karriere. «Das ist sehr speziell für mich, grossartig. Es gibt wohl niemanden, der glücklicher ist als ich», sagte Koepka, der seinen Triumph in diesem Jahr über den von 2017 stellte: «Es ist schöner, den Titel zu verteidigen.»

Drei Monate zum Zuschauen verdammt

Die Voraussetzungen waren für Koepka nicht gerade die besten gewesen. Im Januar riss er sich eine Sehne am linken Handgelenk an und war wochenlang zum Zuschauen verurteilt. Auch die US Masters im April verpasste er wegen der Verletzung. «Das war frustrierend, auf der Couch zu sitzen und nichts zu tun. Ich konnte mit meiner linken Hand nichts machen, das war kein Spass», sagte Koepka.

Die lange Pause steckte der 28-Jährige, der sich in der Weltrangliste durch seinen Erfolg von Platz neun auf Rang vier verbesserte, jedoch überraschend locker weg. Es habe sich bei seiner Rückkehr angefühlt, «als sei ich keine drei Monate weg gewesen. Es ist doch nur ein Spiel, das ich seit 24 Jahren spiele. Ich weiss, was ich tun muss», sagte Koepka lapidar.

So einfach ist es manchmal. Das musste auch Tommy Fleetwood anerkennen, obwohl der Engländer am Schlusstag mächtig aufdrehte. Mit 63 Schlägen ist der 27-Jährige erst der sechste Spieler bei den US Open, dem so ein Score gelang. Doch diese aussergewöhnliche Runde war für Fleetwood erst einmal Nebensache, «für mich ist nur wichtig, dass ich knapp den Sieg verpasst habe», sagte er.

Viele bekannte Namen fallen dem Cut zum Opfer

Der Deutsche Martin Kaymer hatte den Cut nach der zweiten Runde am Freitag krachend um zehn Schläge verpasst. Auch Superstar Tiger Woods (USA) war am Cut gescheitert.

Damit fand sich das prominente Duo beim zweiten Major des Jahres in bester Gesellschaft. Insgesamt waren sieben ehemalige Weltranglistenerste dem Cut zum Opfer gefallen. Neben Kaymer und Woods waren dies Ernie Els (Südafrika), Rory McIlroy (Nordirland), Jordan Spieth (USA) sowie die Australier Adam Scott und Jason Day. Dagegen war auf Brooks Koepka wie im Vorjahr Verlass.

Shinnecock Hills/Southampton, New York. 118. US Open (12 Mio. Dollar/Par 70). Schlussklassement: 1. Koepka (USA) 281 (75/66/72/68). 2. Fleetwood (ENG) 282 (75/66/78/63). 3. Dustin Johnson (USA) 283 (69/67/77/70). 4. Reed (USA) 284 (73/72/71/68). 5. Finau (USA) 285 (75/72/66/72). 6. Stenson (SWE) 286 (71/70/74/71), Hatton (ENG) 286 (75/70/72/69), Berger (USA) 286 (76/71/66/73) und Schauffele (USA) 286 (72/74/72/68). 10. u. a. Rose (ENG) 287 (71/70/73/73). – Ferner: 12. Fitzpatrick (ENG) 288 (73/70/75/70) und Zach Johnson (USA) 288 (73/73/72/70). 25. Noren (SWE) 292 (72/72/77/71) und Thomas (USA) 292 (74/70/74/74). 48. Mickelson (USA) 296 (77/69/81/69.

Cut (148 Schläge) verpasst u. a.: 68. Spieth (USA) 149 (78/71). 83. Woods (USA) 150 (78/72) und McIlroy (NIR) 150 (80/70). 90. Watson (USA) 151 (77/74). 98. Day (AUS) 152 (79/73). 106. Scott (AUS) 153 (78/75). 112. Garcia (ESP) 154 (75/79). 131. Els (RSA) 157 (78/79). 137. Kaymer (GER) 158 (83/75). – 156 klassiert.

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