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MARATHON FRAUEN: Rüegger eine Klasse für sich

Mehr als fünf Jahre nach ihrem ersten Schweizer-Meister-Titel läuft die Chamerin Susanne Rüegger erneut zu Gold. Ein Sieg, der mit tiefsten Emotionen verbunden ist.
Jörg Greb
Triumphiert: Marathon-Siegerin Susanne Rüegger (links). (Bild: Dominik Wunderli)

Triumphiert: Marathon-Siegerin Susanne Rüegger (links). (Bild: Dominik Wunderli)

Die legendären und höchst anspruchsvollen 42,195 km hatte sie soeben beendet, und schon strahlte sie und wirkte, als komme sie soeben von einem Sonntagsspaziergang zurück: Susanne Rüegger. Auf die Glückshormone zurückführen liess sich das Erstaunliche – aber nicht nur. Die 32-jährige Sportlehrerin führte die Frauenkonkurrenz von Beginn weg an – obwohl «ich es gemütlich angegangen war». Spätestens auf der zweiten Runde war klar: Ihr konnte niemand auch nur annähernd Paroli bieten. Das wusste auch Rüegger selber. Und weil sie nun praktisch auf sich allein gestellt war, sie niemand mehr forderte und antrieb und auch Männerunter­stützung weitgehend ausblieb, «stellte ich auf locker, hatte meine Schlusszeit nicht mehr absolute Priorität».

Beinahe 10 Minuten Vorsprung

2:40:23 Stunden leuchteten auf, als Susanne Rüegger die Ziel­linie querte. Eine Klasse für sich stellte sie somit dar. Über einen Vorsprung von 9:18 Minuten auf die zweitplatzierte Petra ­Eggenschwiler, die aktuelle Schweizer Duathlon-Meisterin und Berglauf-SM-Zweite, durfte sich die Zugerin freuen. Gar 12:21 Minuten trennten sie von der SM-Bronzemedaillengewinnerin Claudia Bernasconi. Aber Rüegger betonte: «Für eine ­bessere Zeit wäre Konkurrenz nötig gewesen.» Als «höchst beglückend» empfand sie das Alleinlaufen dennoch. Vom Training her ist sie sich das gewohnt, und das begeisterte Publikum am Streckenrand, die Stimmungshochburgen und die besonderen Passagen wie durchs KKL oder die Swissporarena erwähnte sie.

Zweitbeste Siegerzeit

Und welchen Wert die Zeit hat, zeigen einige Vergleiche: Um 7:08 Minuten steigerte sich Rüeg­ger im Vergleich zu ihrem letztjährigen Silberlauf. Dabei stellte sie die zweitbeste Siegerzeit in der zehnjährigen Geschichte des Lucerne Marathon auf. Und die Streckenrekordzeit von Martina Strähl aus dem vorletzten Jahr verpasste sie lediglich um 1:09 Minuten – Strähl, die gestern in Frankfurt mit 2:30:58 Stunden die drittbeste Schweizer Frauen-Marathon-Zeit aufstellte.

Der Kreis schliesst sich

Und für Susanne Rüegger schloss sich ein Kreis. Endlich gewann sie wieder SM-Gold, nachdem sie vor fünfeinhalb Jahren über 10000 m auf der Bahn zum Schweizer-Meister-Titel gelaufen war, glückte ihr dieses Vorhaben erneut. In der Zwischenzeit hatte sie diverse Anläufe genommen, war aber primär durch Verletzungen gebremst worden. «Dieses Jahr kam ich ohne Rückschläge über die Runden», freut sie sich. Ein ganzer Medaillensatz ist die Belohnung dafür: Bronze über 5000 m im Juli in Genf, Silber im Halbmarathon Anfang September beim Switzerland Marathon light in Sarnen und nun dieses Gold. «Ich brauchte lange, umso grösser ist nun aber die Genug­tuung», freut sie sich.

Susanne Rüeggers Ziel wird und muss es nun sein, auf dem Erreichten aufzubauen und ihre Grenzen über die Marathondistanz auszuloten. Nächstes Jahr wird sie dies tun – in der Hoffnung, die nun gewonnene Zuversicht und die gespeicherten Luzerner Erinnerungen als Motivationsquelle optimal zu nutzen.

Jörg Grebsport@luzernerzeitung.ch

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