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Marius Müller – Leipzigs Nummer 3 wird die Nummer 1 des FCL

Der Deutsche Marius Müller (25) ersetzt David Zibung (35) als Stammtorhüter beim FC Luzern.
Daniel Wyrsch
Marius Müller war für die FCL-Sportkommission schon längere Zeit eine interessante Option. Bild: Gabor Krieg/Imago (Leipzig, 21. Mai 2019)

Marius Müller war für die FCL-Sportkommission schon längere Zeit eine interessante Option. Bild: Gabor Krieg/Imago (Leipzig, 21. Mai 2019)

Dass beim FC Luzern ein neuer Torhüter präsentiert wird, war bereits am Freitagmorgen klar. Doch wer künftig als die neue Nummer 1 spielt, wusste bis kurz nach dem Mittag nur ein erlauchter Kreis. Nichts war nach aussen gedrungen, die Namen aus der Gerüchteküche erwiesen sich allesamt als Fehlanzeigen. Die FCL-Sportkommission mit Sportchef Remo Meyer an der Spitze, Cheftrainer Thomas Häberli, Chefscout Pasquale de Simone und dem Delegierten für den Sport aus dem Verwaltungsrat, Marco Sieber, hatten sich als verantwortliches Gremium für den am kommenden Freitag 26 Jahre alt werdenden Deutschen Marius Müller entschieden.

Marius Müller wer? Das hat sich wahrscheinlich mancher FCL-Fan gefragt, als die Medienmitteilung des Vereins nach 14.15 Uhr veröffentlicht wurde. Der Torhüter ist ausserhalb Deutschlands nur Insidern bekannt, sein Fast-Namensvetter Marius Müller-Westernhagen ist dagegen ungleich bekannter. Mit dem 70-jährigen Rockmusiker und Schauspieler hat der neue Torhüter der Innerschweizer aber so wenig zu tun wie der letzte Saison an den SC Kriens ausgeliehene Keeper Simon Enzler mit dem gleichnamigen Kabarettisten aus Appenzell.

Bundesliga-Durchbruch 
ist ausgeblieben

Müller hatte einen bis Mitte 2021 laufenden Vertrag bei RB Leipzig. Der dreimalige deutsche U20-Nationalspieler schaffte den Durchbruch beim Dosenklub allerdings nicht. In der letzten Saison war der ehemalige Profi des 1. FC Kaiserslautern hinter dem ungarischen Nationaltorwart Peter Gulacsi und dem Schweizer Internationalen Yvon Mvogo lediglich die Nummer 3.

Der FCL hatte mit Jonathan Klinsmann (22), dem Sohn von Welt- und Europameister Jürgen Klinsmann, ebenfalls einen dritten Torhüter aus der Bundesliga angeboten bekommen. Der U23-Nationalspieler der USA und Ex-Herthaner wurde kürzlich vom FC St. Gallen ablösefrei bis 2021 verpflichtet. Um Müller aus dem Vertrag zu kaufen, haben die Luzerner wahrscheinlich eine mittlere sechsstellige Summe nach Leipzig überwiesen. Der 1,93 Meter grosse Profi hat bei den Innerschweizern einen Dreijahresvertrag bis 2022 unterschrieben.

FCL-Sportchef Meyer ist überzeugt vom neuen Keeper: «Für uns war Marius schon längere Zeit eine interessante Option. Es freut uns, nun mit ihm eine Einigung erzielt zu haben. Er bringt nicht nur das nötige Rüstzeug und die Qualität mit, um der Mannschaft helfen zu können, er passt auch als Typ perfekt zum FC Luzern.» Ebenso angetan von Müllers Können ist Trainer Häberli: «Wir haben den gewünschten Rückhalt geholt, ich bin sehr zufrieden.»

Interessante Prüfsteine
 zum Anfang

Zu seinem Einstand bei den Blauweissen wird Müller am nächsten Dienstag in Biel im Rahmen des Uhrencups gegen Crystal Palace aus der Premier League kommen. Drei Tage später trifft der FCL am gleichen Turnier – wiederum in der Tissot-Arena von Biel – auf den Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Das sind interessante erste Prüfungen für die neue Luzerner Nummer 1. Müller mit der Rückennummer 32 verdrängt damit David Zibung (35) aus dem Tor. Das FCL-Urgestein behält aber die Rückennummer 1 – und wird aller Voraussicht nach künftig Ersatzkeeper sein. In dieser Rolle war der gebürtige Hergiswiler bereits vor einem Jahr in die Saison gegangen, ehe er den von den Grasshoppers ausgeliehenen Mirko Salvi nach einigen Unsicherheiten doch wieder zwischen den Pfosten ablöste. Salvi kehrte im Juni zu Absteiger GC zurück.

Wie geht es mit den jungen Goalies Simon Enzler (21) und Loïc Jacot (19) beim FCL weiter? Es ist anzunehmen, dass Enzler eine zweite Saison an den SC Kriens ausgeliehen wird, um erneut in der Challenge League Spielpraxis zu sammeln. Jacot dürfte in der U21 spielen und hin und wieder in der Super League als Reservist dabei sein.

Von Meyer und Häberli hat derzeit nur Marius Müller das Vertrauen für höhere Weihen.

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