Martin Grab bleibt in Dopingkontrolle hängen

Der Schwinger Martin Grab soll im Frühling in einer Dopingkontrolle positiv getestet worden sein, meldet der «Blick». Die B-Probe steht allerdings noch aus.

Claudio Zanini
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Gefragter Interviewpartner nach seinem Sieg am Zuger Kantonalen: Martin Grab. (Bild: Werber Schelbert (Menzingen, 22. April 2018))

Gefragter Interviewpartner nach seinem Sieg am Zuger Kantonalen: Martin Grab. (Bild: Werber Schelbert (Menzingen, 22. April 2018))

Nach dem Schwyzer Kantonalfest im Mai beendete Martin Grab seine erfolgreiche Karriere. Zwei Wochen zuvor hatte der Rothenthurmer noch am Zuger Kantonalen triumphiert. Es war sein 33. und letzter Kranzfestsieg. Wie «Blick.ch» meldet, sei Grab nur wenige Tage vor dem Sieg in Menzingen von einem Dopingkontrolleur zu Hause aufgesucht worden. Vor Kurzem habe nun Grab das Ergebnis erhalten: Die A-Probe sei positiv.

In Grabs Test sei die verbotene Substanz Tamoxifen entdeckt worden. Ein Wirkstoff, der bei Brustkrebs-Patientinnen eingesetzt wird. Auf der Dopingliste steht Tamoxifen, weil es dazu missbraucht wird, anabole Steroide zu maskieren. Gegenüber Blick sagte Grab: «Nach meinem märchenhaften Abschied vom Schwingsport fühle ich mich jetzt wie in einem Horror-Film, in dem der Teufel seine Finger im Spiel hat. Diese Geschichte zerreisst mich innerlich, ich habe deshalb schon einige Kilos abgenommen.»

Grab schliesst nicht aus, dass er das Opfer einer Medikamentenverwechslung sein könnte. Zuerst hofft er allerdings auf einen Irrtum – und darauf, dass ihn die B-Probe entlastet.

Kommentar

Ein verheerendes Signal

Wie überall, wo sich Menschen im Wettbewerb messen, gibt es auch im Sägemehl Betrüger. Nimmt man die vergangenen Dopingfälle im Schwingen zum Vergleich, hätte Martin Grab bei einer positiven B-Probe keine drastischen Sanktionen zu befürchten.
Claudio Zanini

Wenn die Versuchung den Schwinger flachlegt

Der neuste Dopingfall im Schwingen ist der spektakulärste, denn er betrifft einen Bösen. Für Martin Grab gilt die Unschuldsvermutung, solange die B-Probe nicht geöffnet ist und kein Urteil vorliegt.