Maskenpflicht und Stehplatzverbot – so will die Fussball-Liga überleben

Wenn weiterhin nur 1000 Zuschauer in die Stadien zugelassen sind, droht der Bankrott mehrerer Vereine, warnt die Swiss Football League. Nun präsentiert sie Ideen, wie mehr Zuschauer zugelassen werden könnten.

Raphael Gutzwiller
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Derzeit müssen die Zuschauer viel Abstand halten, wie hier auf der Tribüne des FC St. Gallen.

Derzeit müssen die Zuschauer viel Abstand halten, wie hier auf der Tribüne des FC St. Gallen.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Es wäre ein Horrorszenario für die Fussball- und Eishockeyvereine in der Schweiz: Bis im März 2021 könnten weiterhin nur 1000 Zuschauer in die Stadien gelassen werden. Nun schlägt die Swiss Football League Alarm. In einer Mitteilung schreibt sie:

«Ziel ist, dass die Klubs wirtschaftlich überleben.»

Die Massnahmen gegen das Coronavirus hätten den Fussball in der Schweiz in seinen Grundfesten erschüttert. «Die wichtigste Einnahmequelle – die Erlöse aus Ticketing, Catering und VIP-Kunden am Spieltag – brach von einem Tag auf den anderen weg», schreibt die Liga. Auch die Tatsache, wonach derzeit immerhin 1000 Personen in Stadien zugelassen sind, habe die Situation nicht verbessert.

«Diese Massnahme hat die wirtschaftliche Situation der Fussballklubs in keiner Art und Weise verbessert und vor allem Kosten generiert. Eine möglichst rasche Normalisierung ist deshalb von zentraler Bedeutung für das Überleben der Klubs. Denn bleiben die dringend benötigten Einnahmen aus, droht vielen Fussballklubs die baldige Zahlungsunfähigkeit.»

Liga fordert bis zu 50 Prozent Sitzplatzkapazität

Eine Taskforce erarbeitet derzeit ein neues Schutzkonzept, mit welchem bis zu 50 Prozent der Sitzplatzkapazität zugelassen werden sollen. Das Konzept sieht diese Punkte vor:

  • Generelle Maskenpflicht in allen Stadionbereichen
  • Keine Stehplätze
  • Verzicht auf Gästefans 

Am 12. August ist der Tag der Entscheidung. Dann trifft sich der Bundesrat, um über das bis Ende August verhängte Verbot für Grossveranstaltungen zu diskutieren.