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Mathis wieder im Schlussgang

Samuel Giger gewinnt zum dritten Mal das Bergkranzfest auf der Schwägalp – gemeinsam mit Daniel Bösch.
Simon Gerber
Wehrt im Schlussgang alle Angriffe von Samuel Giger (rechts) ab: der Innerschweizer Marcel Mathis (links). Bild: Urs Bucher (Schwägalp, 11. August 2019)

Wehrt im Schlussgang alle Angriffe von Samuel Giger (rechts) ab: der Innerschweizer Marcel Mathis (links). Bild: Urs Bucher (Schwägalp, 11. August 2019)

Im Schlussgang prallten während der zwölf Minuten sämtliche Angriffe des Königsanwärters Samuel Giger gegen den verteidigungsstarken Innerschweizer Marcel Mathis immer wieder ab. Nach dem gestellten Schlussgang, der nur mit der Note 8,75 bewertet wurde, musste der Titelverteidiger Giger den Sieg mit Daniel Bösch teilen.

Wehrt im Schlussgang alle Angriffe von Samuel Giger (rechts) ab: der Innerschweizer Marcel Mathis (links). Bild: Urs Bucher (Schwägalp, 11. August 2019)

Wehrt im Schlussgang alle Angriffe von Samuel Giger (rechts) ab: der Innerschweizer Marcel Mathis (links). Bild: Urs Bucher (Schwägalp, 11. August 2019)

«Das Heimfest hätte ich lieber mit sechs Siegen abgeschlossen, doch Marcel Mathis ist mit seinen Konterschwüngen jederzeit brandgefährlich. Ich wäre ja blöd gewesen, mit zu viel Risiko den Sieg zuletzt noch aufs Spiel zu setzen», erklärte der 21-Jährige. Für das Saisonhighlight in zwei Wochen habe er ein Supergefühl. Die lange Verletzungspause sei für ihn keineswegs nachteilig gewesen. «Wenn ich zu viele Wettkämpfe bestreite, fehlen mir manchmal der nötige Hunger und der Biss», so Giger.

Armon Orlik bangt um Start beim Eidgenössischen

Bis zum Schlussgang zeigte der Thurgauer mit fünf makellosen Siegen eine überragende Leistung, und sein dritter Triumph auf der Schwägalp nach 2016 und 2018 ist verdient. Es war sein 15. Kranzfestsieg. Der Co-Sieger Daniel Bösch rollte nach der Niederlage zum Auftakt gegen Marcel Mathis das Feld mit fünf soliden Siegen von hinten auf. Der zweite Königsanwärter Armon Orlik musste den Wettkampf nach dem Sieg gegen Mike Müllestein aufgeben. Er habe beim Einlaufen einen starken Zwick gespürt und danach Rückenschmerzen. Ob dadurch sein Start am Eidgenössischen Schwingfest in zwei Wochen gefährdet ist, bleibt offen.

Obwohl bei den Innerschweizern die grossen Tenöre fehlten, überzeugten sie dennoch von Beginn weg mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung. Sie brachten mit Marcel Mathis nicht nur einen Athleten in die Endausmarchung, sondern eroberten fünf der insgesamt dreizehn Kränze. Der nach wie vor unberechenbare Marcel Mathis erwischte wieder einmal einen seiner Glanztage. Nach einem nahezu perfekten Wettkampf erreichte der 30-Jährige auf der Schwägalp nach 2016 erneut den Schlussgang. Mit dem Auftaktsieg gegen Daniel Bösch setzte der Nidwaldner eine erste Duftmarke und tauchte im dritten Duell gegen Samuel Giger erst in der fünften Minute ins Sägemehl.

Ebenfalls im zweiten Rang ist Mike Müllestein klassiert. Der Schwyzer verlor nur gegen die beiden Königsanwärter Armon Orlik und nach einem begeisternden Duell gegen Samuel Giger. Zu der überraschend guten Bilanz zählten die Spitzenklassierungen der beiden grossen Talente Marco Reichmuth und Michael Gwerder, der nach der Rigi und dem Brünig bereits den dritten Bergkranz in seiner noch jungen Laufbahn holte. Dem Eidgenossen Reto Nötzli gelang mit dem Kranzgewinn eine Premiere.

Schwägalp-Schwinget
Urnäsch (90 Schwinger, 13 250 Zuschauer). Schlussgang: Samuel Giger (Ottoberg) gegen Marcel Mathis (Büren NW) nach zwölf Minuten gestellt. – Rangliste: 1. Giger und Daniel Bösch (Zuzwil SG), je 58,00. 2. Mathis, Domenic Schneider (Friltschen), Mike Müllestein (Steinen) 57,25. 3. Marco Reichmuth (Cham) 57,00. 4. Michael Gwerder (Brunnen), Lario Kramer (Galmiz), Michael Bless (Gais) 56,75. 5. Johann Borcard (Villars-sous-Mont), Mario Schneider (Schönenberg an der Thur), Shane Dändliker (Feldbach), Reto Nötzli (Pfäffikon SZ), 56,50. – Alle mit Kranz. Ferner: 7. Raphael Zwyssig (Gais), Beni Notz (Güttingen) je 55,75..

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