Mister FCL gewinnt Sportpreis

Der 20. Sportpreis des Kantons Luzern geht an FCL-Präsident Walter Stierli. Der zurückgetretene Kunstturner Danny Groves bekommt den Anerkennungspreis.

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Die Ehrung (von links): Guido Graf, Waldemar Lötscher, Danny Groves, Walter Stierli und Urs W. Studer. (Bild: Kurt Grüter)

Die Ehrung (von links): Guido Graf, Waldemar Lötscher, Danny Groves, Walter Stierli und Urs W. Studer. (Bild: Kurt Grüter)

Der Sportverband des Kantons Luzern um Präsident Waldemar Lötscher verleiht in Zusammenarbeit mit der Swisslos-Sportfonds-Kommission jedes Jahr den Luzerner Sportpreis. Nachdem der Preis im Vorjahr an die Schützenweltmeisterin Bettina Bucher ging, kam im 20. Jubiläumsjahr FCL-Präsident Walter Stierli (63) in den Genuss der mit 10 000 Franken dotierten Auszeichnung. Vergeben wurde der Preis in der Luzerner Swissporarena im Beisein des neuen Luzerner Sportministers Guido Graf und von Stadtpräsident Urs W. Studer.

Die Verdienste von Walter Stierli für den Fussballclub Luzern sind enorm. So hat er vor sechs Jahren den FC Luzern vor dem drohenden sportlichen Taucher gerettet, und seiner Hartnäckigkeit ist es zu einem grossen Teil zu verdanken, dass die Stadt Luzern heute mit der Swissporarena über eines der schönsten Fussballstadien der Schweiz verfügt. Walter Stierli hat mit seinem pausenlosen Engagement für den FCL eine sportlich und finanziell gesunde Basis für die Zukunft geschaffen. In seiner Laudatio meinte denn auch Waldemar Schäfer: «Walter Stierli ist ein Macher, der für Luzern Gold wert ist und der – wenn nötig – schon mal Steine auf seinem Weg einfach übersieht. Er ist aber auch ein grosser Spielmacher für den ganzen Schweizer Fussball.»

Der Geehrte gab die Blumen weiter: «Ich war sicher in gewissen Momenten das Zugpferd. Doch ohne die grosse Unterstützung vieler Partner und Helfer hätte ich das alles nie geschafft.» Und weiter meinte Stierli: «Ich fahre jeden Tag an diesem Stadion vorbei, und es erfüllt mich ein bisschen mit Stolz, am Aufbau dieses Stadions, aus dem sich fast ein neuer Stadtteil entwickelt, mitgeholfen zu haben.» Deshalb war für Walter Stierli sofort klar, wofür er das Preisgeld von 10 000 Franken einsetzen wird: «Die Pilatus-Akademie wird dem Ganzen die Krönung aufsetzen. Ich schenke das Geld dieser Stiftung, denn die Akademie wird ein bedeutendes Förderungszentrum für junge, talentierte Sportler.»

Überraschter Danny Groves

Der mit 3000 Franken dotierte Anerkennungspreis ging an Kunstturner Danny Groves (27). Nach einer erfolgreichen Karriere trat er nach einer Knieverletzung – erlitten im Oktober an der Weltmeisterschaft in Tokio – vom Spitzensport zurück. Der in Grosswangen aufgewachsene Turner gehörte über sechs Jahre dem Schweizer Nationalkader an und vertrat die Schweiz mehrmals an Welt- und Europameisterschaften. «Die Auszeichnung ist für mich eine grosse und vor allem völlig unerwartete Ehre. Es hätte bestimmt noch bekanntere Athleten für diesen Preis gegeben.» Schmunzelnd verriet der ehemalige Spitzenturner, was er mit dem Preisgeld machen werde: «Das Geld kommt in meinen Ferienfonds. Nach der langen Karriere mache ich endlich einmal tolle Ferien mit meiner Freundin Tamara Luternauer.» Verdient hat er es.

Kurt Grüter