Mit Cuche, Janka und Gut endlich wieder die Schweiz

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Kraftpaket aus Neuenburg: Didier Cuche. (Bild: Armando Trovati/Keystone (Val d’Isère, 4. Februar 2009))

Kraftpaket aus Neuenburg: Didier Cuche. (Bild: Armando Trovati/Keystone (Val d’Isère, 4. Februar 2009))

2007–2016 Marc Berthod bricht im Slalom von Adelboden nach 103 Rennen und 1073 Tagen ohne Schweizer Sieg den Bann. Er und «Zwilling» Daniel Albrecht hauchen dem Team neues Leben ein.

Auch der Neuenburger Didier Cuche blüht wieder auf und mutiert zum Seriensieger. 16 seiner 21 Erfolge feiert er nach seinem 32. Geburtstag. Der Gesamtsieg war Cuche jedoch kein einziges Mal vergönnt. Fünfmal wird er Zweiter oder Dritter. Dafür springt Carlo Janka in die Bresche und erringt 18 Jahre nach Paul Accola wieder eine grosse Kugel. Sogar 21 Jahre dauert es, bis im letzten Winter Lara Gut Vreni Schneider als letzte Schweizer Gesamtsiegerin ablöst.

Die grossen Geschichten in der letzten Weltcup-Dekade schreibt das amerikanische Team, allen voran die populäre Lindsey Vonn. Mit 76 Weltcupsiegen nähert sich der US-Vorzeigestar der für unerreichbar gehaltenen Rekordzahl von Ingemar Stenmark (86).

Nur das Rekordtotal der Slowenin Tina Maze von 2414 Punkten ist selbst für Vonn zu hoch. Vonn kam noch nie über 2000 Punkte.

Norwegen avanciert zur alpinen Ski-Grossmacht

Bode Miller gewinnt 33 Rennen, zweimal den Gesamtweltcup und vier Rennen in vier Disziplinen innert 15 Tagen. Im Riesenslalom übertrifft Ted Ligety mit 24 Siegen Mike von Grünigen (23). Und bei den Frauen rüttelt Mikaela Shiffrin (23 Slalomsiege) am Thron der Slalomköniginnen Vreni Schneider (34) und Marlies Schild (35).

Österreich ist als Team nicht mehr so dominant, stellt aber mit Marcel Hirscher (41 Siege) den herausragenden Individualisten. Hirscher ist im Begriff, den Allzeitrekord von Annemarie Moser mit sechs Gesamtsiegen zu egalisieren. Dazu avanciert Norwegen zur alpinen Ski-Grossmacht. (rhe)