Volleyball
Die Alpnacherin Martina Halter sagt: «Mit einem Sieg aufzuhören, macht den Abschied etwas leichter»

Die Obwaldner Volleyballerin Martina Halter gewinnt zum Abschluss ihrer Karriere den Meistertitel mit Neuchâtel.

Interview: Theres Bühlmann
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Martina Halter beendet ihre erfolgreiche Laufbahn und kehrt nach Alpnach zurück.

Martina Halter beendet ihre erfolgreiche Laufbahn und kehrt nach Alpnach zurück.

Bild: Laurent Gillieron/Keystone

Während 16 Jahre spielte die Alpnacherin Martina Halter Volleyball. Vergangene Woche holte sie mit Neuchâtel UC den Schweizer-Meister-Titel. Nun beendet die 26-Jährige ihre äusserst erfolgreiche Karriere und zieht wieder in ihre Heimat.

Sie bestritten letzte Woche beim Playoff-Final gegen Düdingen ihr letztes Spiel. Wie haben Sie diese Momente erlebt?

Martina Halter: Es war schon ein spezielles Gefühl. Ich musste dies aber während des Spiels ausblenden und nicht zu stark daran denken, dass dies nun meine letzte Partie war. Aber mit einem Sieg aufzuhören, machte den Abschied etwas leichter. Mit Zuschauern in der Halle wäre es wohl noch etwas emotionaler gewesen.

Was sind denn die Gründe für Ihren Rücktritt?

Ich habe neben dem Spitzensport nach meinem Bachelor- und Masterstudium an der Uni Bern in einem 60-Prozent-Pensum bei der SBB im Bereich Recht und Compliance ein Praktikum gemacht. Nun beginne ich ein Anwaltspraktikum in Stans. Dies ist ein Vollpensum, Volleyball auf höchstem Niveau liegt nicht mehr drin. Ich möchte dann auch einmal meine Anwaltsprüfung machen.

Das heisst, Sie ziehen wieder in die Innerschweiz?

Ja, ich werde von Neuenburg wieder nach Alpnach ziehen.

Sie haben bei Volleya Obwalden mit Volleyball begonnen, spielten einst auch beim NLA-Team des FC Luzerns und seit sieben Jahren bei NUC. Dazu kommen 42 internationale Einsätze. Was betrachten Sie als ihre grössten Erfolge?

Auf Vereinsebene ist es der Gewinn des Schweizer Meistertitels, des Cups und des Supercups 2019 mit Neuchâtel. Ein ganz besonderes Gefühl war auch die Teilnahme an der Heim-Europameisterschaft 2013 in Zürich.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Mir wird sicher die Mannschaft fehlen. Wir haben bei NUC täglich zweimal trainiert, das gibt eine spezielle Bindung und einen Teamgeist, wie es nur der Sport möglich macht. In der Arbeitswelt ist eine so enge Beziehung wohl kaum möglich.

Bleiben Sie dem Volleyballsport erhalten?

Konkrete Pläne gibt es nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass ich die Trainerausbildung mache. Ich lasse es auf mich zukommen und schaue mal, was sich ergibt.