Gossaus NLA-Handballer leisten sich in Zürich eine Fehlerorgie

Fortitudo Gossau verliert in der Abstiegsrunde der Handballer bei GC Amicitia Zürich 19:25. Die Gossauer fallen damit wieder auf den letzten Tabellenplatz der NLA.

Fritz Bischoff, Zürich
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Samuel Weingartner war mit vier Torerfolgen noch der beste Torschütze Gossaus. (Bild: Benjamin Manser)

Samuel Weingartner war mit vier Torerfolgen noch der beste Torschütze Gossaus. (Bild: Benjamin Manser)

Zwei Runden sind in der NLA-Abstiegsrunde noch zu spielen, und Fortitudo Gossau steht nach der 19:25-Niederlage bei GC Amicitia wieder auf dem letzten Platz der Tabelle.

Am Samstag empfangen die St. Galler den Gruppenleader Kriens-Luzern, und am Donnerstag in einer Woche gastieren sie beim RTV Basel zur wohl alles entscheidenden Schlusspartie. Schaffen es die St. Galler nicht mehr auf den zweiten Platz, so müssen sie in das Playout.

Markante Offensivmängel

Die Leistung der Gossauer hatte gegen die Zürcher zwei verschiedene Seiten. Die Defensive vor einem abermals sehr gut haltenden Torhüter Ronan Le Peillet zeigte über die gesamten 60 Minuten eine solide, kämpferische und zuverlässige Leistung.

Der Angriff jedoch offenbarte erschreckende Schwächen und Mängel. Die Fehlerquote war extrem hoch. Drei technische Fehler und zehn Fehlpässe standen am Ende zu Buche, und von den zehn Fehlpässen waren deren fünf direkt in die Hände eines gegnerischen Spielers, der die Chance zum Gegenstosstreffer nutzte. So kam das Team des einstigen Schweizer Nationaltrainers Arno Ehret immer wieder zu einfachen Toren, ohne dafür grossen Aufwand betrieben zu haben. Gossaus Trainer Oliver Roth sagte:

«Dies alleine verunmöglichte
schon einen Erfolg.»

Dazu kam erschwerend, dass Fortitudo in seinen Offensivaktionen unstrukturiert, ohne Dynamik und auch phasenweise halbherzig wirkte. Es gelang keinem Akteur, der Chef auf dem Platz zu sein.

Als dann in der Schlussphase der Zürcher Torhüter Nikola Marinovic noch zu einer eigentlichen Glanzform auflief, war ein Sieg für die Gäste zur Unmöglichkeit verkommen. Zuvor hatten sie – auch von der nicht überzeugenden Leistung des Gegners profitierend – immerhin die Tordifferenz kleinhalten können.

Bangen und Zittern um den Ligaerhalt

Doch um einen Erfolg erreichen zu können, hätte die Chancenauswertung der Gossauer über die gesamte Spielzeit deutlich besser sein müssen. Dem war nicht so. Die 19:25-Niederlage war die logische Folge, und damit nimmt auch das Bangen und Zittern um den NLA-Erhalt seine Fortsetzung.

«Noch ist bezüglich des Ligaerhaltes nichts verloren. Aufgeben ist die letzte Option», sagte Trainer Roth nach der schwachen Vorstellung seines Teams in der Zürcher Saalsporthalle und suchte dabei positive Aspekte im Leistungsdunkel.