Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nigeria: Modisch bereits Weltmeister

Dank des grellen Trikots ist Nigeria vor der WM in aller Munde. Ob die Spieler qualitativ mit dem Hype um das Leibchen mithalten können, ist derweil fraglich.
Ives Bruggmann
John Obi Mikel ist Captain der «Super Eagles». (Matt Dunham/AP)

John Obi Mikel ist Captain der «Super Eagles». (Matt Dunham/AP)

Sportlich ist Nigeria in der Gruppe D Aussenseiter. Mit ihren grellen, grünen Zacken-Trikots haben die Afrikaner aber bereits die inoffizielle Leibchen-WM gewonnen. Innerhalb von zwei Minuten waren die Shirts im Online-Shop des Herstellers ausverkauft. Schon nach der Vorstellung im Mai war der Hype ausgebrochen. Nach Angaben des nigerianischen Verbandes gab es inzwischen rund drei Millionen Bestellungen.

Zudem ist das Trikot mit einer Geschichte verbunden. Es ist eine Retro-Version jenes Leibchens, das die «Super Eagles» bei ihrer ersten WM-Teilnahme 1994 in den USA trugen. Damals verzückten Jay Jay Okocha, Rasheed Yekini oder Finidi George das Publikum mit kreativem Offensivfussball. Doch weder die berühmte Generation um Okocha noch ihre Nachfolger um Nwanko Kanu bescherten dem mit knapp 200 Millionen Einwohnern grössten Land Afrikas eine Top-Platzierung. Über die Achtelfinals kam Nigeria nie hinaus. Dennoch forderte Nigerias Verbandspräsident Amaju Pinnick kürzlich ganz unbescheiden den WM-Titel. Trainer Gernot Rohr trat daraufhin im nationalen Fernsehen auf die Euphoriebremse. «Herr Präsident, bleiben wir bescheiden. Als Nummer 47 der Welt davon zu sprechen, die Nummer eins zu werden, ist ein bisschen protzig», sagte der ehemalige Young-Boys-Trainer. Ziel sei es, einen Exploit zu schaffen und die Vorrunde zu überstehen. Das wird für die Mannschaft um Captain John Obi Mikel bereits zur ultimativen Herausforderung.

Nigeria in Zahlen

Einwohner: 190,6 Millionen
Weltrangliste: 47.
WM-Teilnahmen: 6
Bestes WM-Ergebnis: Achtelfinal (3-mal)
Gründung Verband: 1945
Beitritt zur Fifa: 1960
Besonderheit: Insgesamt werden in Nigeria über 400 Sprachen und weit über 1000 Dialekte gesprochen. Die Amtssprache des Landes ist Englisch. Weit verbreitet sind zudem Hausa, Yoruba und Igbo, die Sprachen der drei Hauptvolksgruppen in den jeweiligen Regionen, sowie Naijá Pidgin, eine Mischsprache aus Englisch und verschiedenen Landesdialekten.
Kader: Tor: Ezenwa (Enyimba), Akpeyi (Chippa United), Uzoho (La Coruña). Verteidigung: Idowu (Amkar Perm), Echiejile (Cercle Brügge), Ekong (Bursaspor), Balogun (Mainz), Shehu (Bursaspor), Awaziem (Nantes), Ebuehi (Den Haag), Omeruo (Kasimpasa). Mittelfeld: Ndidi (Leicester), Etebo (Las Palmas), Mikel (Tianjin), Obi (Torino), Onazi (Trabzonspor), Ogu (Be’er Sheva). Sturm: Musa (ZSKA Moskau), Ighalo (Changchun Yatai), Moses (Chelsea), Nwankwo (Crotone), Iheanacho (Leicester), Iwobi (Arsenal). Trainer: Gernot Rohr.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.