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MODUSÄNDERUNG: Andere Länder, andere Formate

Die Swiss Football League sucht derzeit nach einem neuen Modus für die oberste Spielklasse. Dabei könnte sich der Blick in andere kleine Ligen Europas lohnen, die sich im Fussballgeschäft ebenso zur Decke strecken müssen.
Ralf Streule

Ralf Streule

Der europäische Fussball verändert sich – für kleine Ligen des Kontinents in eine bedrohliche Richtung. In der Champions League gewinnen die Topligen (Spanien, Italien, England, Frankreich und Deutschland) seit Jahren kontinuierlich an Fixplätzen. Die neuste Reform dürfte nur ein Zwischenschritt sein. Im Bestreben, den Anschluss nicht ganz zu verlieren, ist in den vergangenen Jahren Bewegung in die kleineren Ligen Europas gekommen. Zum Beispiel wird, in­itiiert von skandinavischen Ländern, über einen neuen internationalen Cup als Parallelwettbewerb zu Uefa-Wettbewerben geredet. Auch die Schweizer Liga ist an Gesprächen dazu beteiligt. Und hierzulande war der Begriff «Alpenliga» zuletzt wieder öfter zu hören. Eine Liga mit den besten Teams Österreichs und der Schweiz? Die Verbände der beiden Länder winkten bisher ab.

Realistischer für die Schweiz: Eine Ligaveränderung, wie sie andere Länder wie Belgien oder Dänemark hinter sich haben. Zwei Fragen liegen dem Reformeifer zugrunde: Wie hält man Zuschauer und Sponsoren bei der Stange? Und wie nähert man sich – bestenfalls – der Qualität von Mannschaften aus den Topligen an? Die Liga will mit einer holländischen Beratungsfirma herausfinden, welcher Modus zur Schweiz passt punkto Zuschaueraufmarsch, Qualität und Tradition. Dabei bindet sie Zuschauer, Medien, Clubs und Aktive mit ein. Im September soll eine Entscheidung getroffen sein.

Bei der Frage, wie ein Schweizer Modus aussehen könnte, lohnt sich ein Blick auf Ligavarianten in Europa. Belgien setzt seit knapp zehn Jahren auf einen Dreiphasenmodus mit 16 Teams, bei dem die Spannung lange aufrechterhalten wird. Griechenland lässt nach einer regulären Hin- und Rückrunde ein Playoff-Turnier um Europacup-Plätze folgen. Dänemark teilt die 14 Teams nach Meisterschaftshälfte in eine Meisterrunde und zwei Abstiegsrunden, wo im Playoff-Modus gegen den Abstieg gespielt wird. Und Österreich – bisher wie die Schweiz mit zehn Mannschaften und 36 Runden – spielt ab 2018 mit zwölf Teams, lässt eine Meister- und eine Abstiegsrunde spielen. Eine Aufstockung der Liga auch in der Schweiz? «Die Infrastruktur ist vorhanden», heisst es bei Challenge-League-Clubs. «Der Markt ist zu klein», warnen hingegen Super-League-Präsidenten wie Sions Christian Constantin.

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