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MOTOCROSS: Lukas Schmidiger: «Die ersten zehn Minuten sind am gefährlichsten»

Lukas Schmidiger kämpft in der höchsten Schweizer Motocross-Klasse um Punkte. Die Saison 2018 wird für den frischgebackenen Familienvater aus Malters nicht nur sportlich eine Herausforderung.
Lukas Schmidiger unterwegs beim letztjährigen Motocross in Grosswangen. (Bild: Tamara Huber (Grosswangen, 10. September 2017))

Lukas Schmidiger unterwegs beim letztjährigen Motocross in Grosswangen. (Bild: Tamara Huber (Grosswangen, 10. September 2017))

Es ist ein kalter Winterabend, eine leichte Schneeschicht bedeckt die Landschaft, und ein eisiger Wind weht zwischen den Bäumen. Auf dem Vorplatz eines abgelegenen Zweifamilienhauses im Malters steht ein Lieferwagen mit offenen Türen. Lukas Schmidiger (Bild) ist gerade dabei, die letzten Sachen vom vergangenen Trainingswochenende auszuladen. «Eine Winterpause gibt es im Motocross-Sport nicht», sagt der 28-jährige Metallbauer. Jedes zweite Wochenende fährt er zum Training nach Italien oder Frankreich, wo die Temperaturen wärmer, die Pisten sandiger sind und damit optimale Bedingungen für das Training bieten.

Seit über zehn Jahren ist Schmidiger im Motocross-Sport aktiv, er fährt dieses Jahr bereits die zweite Saison in der höchsten Klasse «MX Inter Open». Nach seiner ersten Saison 2008, in der er auf Anhieb überlegener Junioren-Meister wurde, war das letzte Jahr wohl eines seiner erfolgreichsten: «Ich konnte mich bei allen Rennen immer in den Top 20 und damit in den Punkterängen klassieren.» Für die bevorstehenden acht Rennen der Schweizer Meisterschaft 2018 hat er sich deshalb einen Schlussrang unter den besten 15 Fahrern zum Ziel gesetzt. Unterstützt wird er dabei vom Stanser «Team Green Motec IDirt», das ihm bei der Vorbereitung seiner Kawasaki-Rennmaschine zur Seite steht.

Dass für den Erfolg nicht nur das Motorrad optimal vorbereitet sein muss, weiss Lukas Schmidiger aus eigener Erfahrung: «Die Fitness ist besonders wichtig, nicht nur, um beim Rennen bis zum Schluss angreifen zu können, sondern auch um Verletzungen zu vermeiden.» Nach einem Unfall vor zwei Jahren, bei dem er sich Schien- und Wadenbein brach, hat er deshalb sein Trainingsprogramm überarbeitet. Zweimal in der Woche stehen Kraft und Ausdauer, mindestens einmal pro Woche Technikübungen mit dem Motorrad auf dem Programm.

Familie rückt vermehrt in den Vordergrund

Ein derart intensives Hobby benötigt auch viel Akzeptanz im persönlichen Umfeld. Mit der Geburt von Töchterchen Emma im Oktober letzten Jahres rückte auch die Familie vermehrt in den Fokus. Partnerin Michaela, früher selbst aktive Motocrosserin, zeigt jedoch Verständnis: «Es ist seine Leidenschaft, und er nimmt sich daneben ja auch sehr gerne Zeit für die Familie.» Sie unterstützt ihren Mann bei der Sponsorensuche, schreibt Rennberichte, damit sich ihr Mann voll und ganz auf die Trainings und Rennen konzentrieren kann.

Auch in der neuen Situation als Familienvater macht sich Lukas Schmidiger keine Gedanken zu den Gefahren seiner Sportart: «In den ersten zehn Minuten ist das Risiko am höchsten. So lange, bis man den Rhythmus für das Rennen gefunden hat.» Gemeinsam mit seinem Mechaniker und Trainer Ronny Mettler hat er deshalb bei seinen Trainingseinheiten auch gezielte Übungen dazu eingebaut.

Für den Saisonauftakt in Frauenfeld vom 2. April 2018 ist Lukas Schmidiger auf jeden Fall bestens vorbereitet.

Erich Felder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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