MOTORRAD: Glück nach heftigem Sturz

Der Rotkreuzer Michael Ghilardi kämpft an den Läufen zur Schweizer 1000-ccm-Meisterschaft in Dijon mit den Bedingungen. Nach einem Abflug im Qualifying macht er in den Rennen wohl das Beste aus der Situation.

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Michael Ghilardi will «endlich» Schweizer Meister werden. Bild: PD

Michael Ghilardi will «endlich» Schweizer Meister werden. Bild: PD

Nach dem schwierigen Wochenende am Slovakiaring ging es für Michael Ghilardi und sein Team nach Dijon zu einer seiner Lieblingsstrecken. Die ersten freien Trainings fielen jedoch ins Wasser. Da für die Renntage besseres Wetter vorausgesagt wurde, fuhr Ghilardi erst am Freitagabend das erste Qualifying. Dieses verlief sehr gut, und er konnte sich bei nassen Bedingungen für den zweiten Startplatz qualifizieren. Wie bestellt war es am Samstag kühl, aber trocken. Am Vormittag ging es ins zweite Qualifikationstraining. Da im Trockenen natürlich um einiges schneller gefahren wird, waren die Ergebnisse von Freitag wertlos.

Nach einer Runde wurde diese Einheit wieder unterbrochen, da jemand gestürzt war. Nach der Bergung des gestürzten Fahrers ging es weiter, Ghilardi versuchte gleich in der ersten fliegenden Runde, alles zu geben, kam aber nur gerade zwei Kurven weit. Bei fast 150 Stundenkilometern ging er zu Boden. «Durch die Unterbrechung des zweiten Qualifyings und die kühlen Temperaturen verlor der Vorderreifen an Hitze, und ich stürzte. Zum Glück passierte am Bike nicht viel, und ich kam mit einigen Prellungen relativ glimpflich davon», sagte der Rotkreuzer im Nachhinein.

Zweimal knapp neben dem Podest

Trotz nur einer gewerteten Runde konnte er sich auf Startplatz 4 qualifizieren, von diesem ging es Samstagmittag ins erste Rennen. Nach dem Start bildete sich eine Fünfergruppe, die bis zur Rennhälfte um den Sieg kämpfte, darunter war auch Ghilardi. Da das Rennen sehr lange war, kamen früh die ersten Überrundungen. Er hatte bei diesen meistens Pech, verlor den Anschluss an die ersten drei und kam als Vierter ins Ziel. Am Sonntagmittag stand das zweite Rennen auf dem Zeitplan. Auch hier bildete sich eine Fünfergruppe, die das Geschehen unter sich ausmachte. Nach einigen Zweikämpfen musste Ghilardi wiederum die ersten drei ziehen lassen – wie schon in der Slowakei machte ihm sein rechter Arm zu schaffen. Ghilardis Fazit nach zwei vierten Plätzen: «Ich bin natürlich nicht ganz glücklich mit diesen Ergebnissen, jedoch hatte ich einen heftigen Abflug und konnte froh sein, überhaupt zu fahren.» Er habe noch «einiges an Arbeit» vor sich, «doch ich bin überzeugt, dass wir bald wieder um Siege kämpfen können». Der Rotkreuzer belegt den dritten Gesamtrang. Momentan steht Michael auf dem dritten Gesamtrang, mit 13 Punkten Rückstand auf Platz 1. In zwei Wochen geht es bereits nach Brünn zu den nächsten Rennen. (red)