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MOTORRAD: Motorräder heben auf dem Flugplatz ab

Nach dreijähriger Pause kehrt der Supermoto-Sport zurück nach Emmen. Möglich wird dies auch dank des Engagements einheimischer Rennfahrer.
Hansruedi Zimmermann auf seiner Müller-Suzuki. (Bild: Tamara Huber)

Hansruedi Zimmermann auf seiner Müller-Suzuki. (Bild: Tamara Huber)

Mit dem Schraubenzieher in der Hand steht Hansruedi Zimmermann aus Sempach vor seiner gelben Müller-Suzuki. Vorsichtig dreht er an einer Stellschraube der Hinterradfederung und prüft mit einem kritischen Blick, wie sich das Heck des Motorrades nach kurzem Druck auf den Sattel wieder anhebt. Jetzt sollte er sie gefunden haben – die optimale Abstimmung für das lang ersehnte Heimrennen. Nach drei Jahren Unterbruch kehren die Supermoto-Schweizer-Meisterschaften dieses Wochenende zurück auf den Militärflugplatz in Emmen. Rund 300 Fahrer aus ganz Europa messen sich auf dem knapp zwei Kilometer langen Rundkurs, welcher aus schnellen Asphaltpassagen und spektakulären Sprüngen im Geländeteil besteht. Erwartet werden bis zu 10'000 Motorsportfans.

Um den Event überhaupt zu ermöglichen, brauchte es nebst der Überzeugungsarbeit des lokalen Zweiradgewerbes auch viel Herzblut und aktive Mithilfe der regionalen Rennfahrer. «Als Einheimischer ist es für mich selbstverständlich, bei der Organisation mitzuhelfen», meint Zimmermann, der an der Veranstaltung für den Streckenbau zuständig ist. Im Haupt-OK um Nationalrat Felix Müri finden sich weitere Mitglieder, die selber aktiv am Rennen teilnehmen werden. Dass eine solche Doppelfunktion nicht einfach zu bewältigen ist, zeigen die Erfahrungen von Hansruedi Zimmermann: «Bei unserer ersten Veranstaltung 2011 haben wir den Aufwand total unterschätzt. Wenn ich gerade nicht auf dem Motorrad sass, war ich permanent unterwegs, um die Strecke zu präparieren oder Schäden in Stand zu stellen.» Mittlerweile stehen genügend erfahrene Helfer bereit, damit sich die lokalen Fahrer ganz auf ihre sportlichen Leistungen konzentrieren können.

Quereinsteiger mit 30 Jahren

Mit seinen 48 Jahren gehört Zimmermann zu den älteren Piloten im Fahrerfeld. Unter seinen Konkurrenten in der Kategorie Senior finden sich zahlreiche ehemalige Spitzenfahrer aus der Königsklasse Prestige. Nach 4 von 7 Rennen zur Schweizer Meisterschaft liegt der Sempacher auf dem sechsten Zwischenrang. Für das Heimrennen hat er sich einiges vorgenommen: «Ich möchte meinen ersten Podestplatz in dieser Saison einfahren. Zusätzlich werde ich noch in der stärkeren Challenger-Klasse starten, wo das Ziel die Top 10 sind.»

Zimmermann kam erst mit 30 Jahren zum Supermoto-Sport, zuvor lebte er die Faszination Töff auf der Strasse aus. «Mit einem Kollegen habe ich mich damals zum Plausch für ein Rennen angemeldet und holte direkt einen Pokal.» Von dem Moment an gehörte seine Leidenschaft dem Supermoto-Sport. «Der Reiz ist es, die Grenzen von Mensch und Maschine auszuloten. Ich war schon immer fasziniert von Technik und Mechanik und liebe es, das Motorrad perfekt auf die jeweiligen Bedingungen abzustimmen.» Trotz seines Engagements als Veranstalter will Zimmer-mann auch weiterhin selbst an den Rennen teilnehmen: «Die Kameradschaft unter den Fahrern möchte ich nicht missen. Solange Lust und Laune bleibt, mache ich weiter.» Dass sich diese Freude am Sport auch auf die Organisation des Heimrennens auswirkt, zeigt der bisherige Erfolg der Veranstaltung: Kaum ein anderer Supermoto-Event in der Schweiz hat annähernd die Beliebtheit bei Fahrern und Besuchern wie das Rennen in Emmen.

Erich Felder

regionalsport@luzerzeitung.ch

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