Formel 1

Vettel startet ab 2021 in der Formel 1 für Aston Martin

Sebastian Vettel fährt nach seiner Ausmusterung bei Ferrari ab nächster Saison für das künftige Werksteam von Aston Martin. Der viermalige Weltmeister unterschreibt einen Mehrjahresvertrag.

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Sebastian Vettel hat endlich ein neues Cockpit gefunden

Sebastian Vettel hat endlich ein neues Cockpit gefunden

KEYSTONE/AP/Luca Bruno

Vettel erhält beim designierten Nachfolge-Rennstall von Racing Point das Cockpit von Sergio Perez. Der Mexikaner hatte am Mittwoch seinen Abschied aus dem Team zum Ende des Jahres angekündigt und könnte nun zu Sauber zurückkehren, zum Hinwiler Rennstall für den er 2011 sein Formel-1-Debüt gegeben hatte.

Aston Martin wollte anstelle von Perez einen Piloten mit grösserem Namen verpflichten. Das ist den ambitionierten Briten nun gelungen. "Ich kann mir keinen besseren Fahrer vorstellen, der uns auf dem Weg in diese neue Ära helfen könnte", sagte Teamchef Otmar Szafnauer. Auch Vettel freut sich auf die neue Aufgabe: "Es ist ein neues Abenteuer für mich mit einem wahrhaft legendären Autobauer." Statt seine Karriere frühzeitig zu beenden, geht es für ihn nach sechs Jahren bei Ferrari doch noch in der Formel 1 weiter.

Ferrari hatte Mitte Mai verkündet, dass Vettel ab dem nächsten Jahr vom Spanier Carlos Sainz Junior ersetzt wird. Seitdem führte der 53-fache GP-Sieger, der seit fast einem Jahr auf ein Erfolgserlebnis wartet, Gespräche über ein mögliches neues Engagement. Auch ein frühzeitiger Rücktritt war immer wieder ein Thema. Mercedes winkte mit Hinweis auf sein Fahrerduo Lewis Hamilton/Valtteri Bottas ab, Red Bull setzt voll auf den Niederländer Max Verstappen, und Renault holte lieber den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien zurück.

Mit Aston Martin will Vettel nun wieder vorne mitfahren. Der 33-jährige Deutsche hatte seine aussergewöhnliche Formel-1-Laufbahn 2007 als Ersatzfahrer im BMW-Sauber begonnen. 2008 fuhr er im unterlegenen Toro Rosso im Regen von Monza als damals jüngster Sieger der Geschichte durchs Ziel. Im Red Bull wurde er dann 2010 der jüngste Champion und gewann auch in den drei folgenden Jahren den Titel. Doch die grossen Hoffnungen auf weitere Triumphe nach seinem Wechsel zu Ferrari 2015 erfüllten sich nicht.

Die vergangenen Monate waren für Vettel eine einzige Enttäuschung. Nicht nur, dass er in diesem Jahr weder gewinnen konnte noch einen Podestplatz belegte, im diesjährigen Ferrari musste er ausserhalb der Punkteränge Positionskämpfe führen oder sah wie zuletzt in Monza wegen eines Defekts gar nicht erst die Zielflagge. Mit gerade 16 WM-Punkten ist er in der Gesamtwertung 13. und hat keine realistische Chance mehr auf den Titel.

Bei Aston Martin, das auch weiterhin mit Mercedes zusammenarbeiten wird, soll das alles anders werden. Vettel fährt dort künftig an der Seite von Lance Stroll. Der Sohn des kanadischen Milliardärs und Miteigentümers Lawrence Stroll hat seinen Platz sicher. Zuletzt überzeugte der 21-Jährige in Monza mit dem 3. Platz.