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MOUNTAINBIKE: Indergand siegt im Heimrennen

Reto Indergand holt in überlegener Manier den Innerschweizer-Meister-Titel. Nun winkt dem 25-jährigen Urner die Chance, auch noch die Gesamtwertung des Swiss Bike Cup zu gewinnen.
Urs Hanhart
Spannendes Duell: Reto Indergand (vorne) und Fabio Püntener. (Bild: Urs Hanhart (Silenen, 17. September 2017))

Spannendes Duell: Reto Indergand (vorne) und Fabio Püntener. (Bild: Urs Hanhart (Silenen, 17. September 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Nur eine Woche nach seinem sensationellen Auftritt beim Weltmeisterschaftsrennen im australischen Cairns, das er im zehnten Rang beendet hatte, spielte der Urner Reto Indergand seine beneidenswerte Spätform auch in heimischen Gefilden aus. Der als haushoher Favorit gehandelte Lokalmatador gewann in seinem Heimatort Silenen am Sonntag das über 21 Kilometer (10 Runden) führende Cross­country-Race. Damit sicherte sich der 25-Jährige gleichzeitig auch noch den Innerschweizer-Mountainbike-Meister-Titel.

Dass sich Indergand trotz grosser Reisestrapazen bei der Rückreise aus Down Under den Start im Urnerland nicht nehmen liess, lag für den BMC-Profi, der schon seit geraumer Zeit in Schönenwerd im Kanton Solothurn wohnt, auf der Hand. «Ich komme immer gerne zurück an den Ort, wo ich das ABC des Bikens gelernt habe», sagte er. «Damit kann ich der grossen Silener Fangemeinde, die uns Urner bei Einsätzen im In- und Ausland immer so grossartig unterstützt, auch einmal Danke sagen und etwas zurückgeben.»

Von einem Jungspund mächtig gefordert

Die von Reto Indergand angesprochenen Fans pilgerten denn auch sehr zahlreich an die zuschauerfreundlich angelegte Strecke. Alle waren gespannt auf das Duell zwischen Indergand und dem aufstrebenden Silener Jungspund Fabio Püntener (17), der kürzlich in Cairns das WM-Rennen der Junioren als Elfter beendet hatte.

Die beiden männlichen Aushängeschilder des VMC Silenen traten erstmals gegeneinander an. Püntener zeigte keinerlei Respekt und setzte sich in den ersten Runden immer wieder mutig an die Spitze des Feldes. Ab Mitte des Rennens spielte dann aber Indergand seine konditionelle Überlegenheit aus und zog nach einem trockenen Antritt auf und davon. Seinem acht Jahre jüngeren Hauptkonkurrenten um den Tagessieg knöpfte er in der zweiten Hälfte schliesslich noch 28 Sekunden ab. Dem Vereinskollegen und Herausforderer zollte Indergand nach dem Wettkampf ein dickes Lob: «Fabio Püntener hat mich mit seinem Blitzstart ganz schön beeindruckt. Ich musste Vollgas geben, um zu triumphieren. Das war alles andere als ein Spaziergang heute.»

Indergand ist bisher eine sehr starke Saison gefahren. Seine persönlichen Highlights waren – nebst dem ausgezeichneten Abschneiden an der WM – der zehnte Platz beim Weltcup-Rennen in Mount St. Anne (CAN) und der Sieg beim heuer erstmals ausgetragenen Swiss-Bike-Cup-Rennen in Andermatt.

Den Weltmeister im Nacken

In dieser Serie hat der gelernte Elektroinstallateur, der sein Hobby längst zum Beruf machen konnte und sich damit einen Jugendtraum erfüllte, dank mehreren Spitzenresultate derzeit sogar die Gesamtführung inne. Die Leaderposition im Swiss Bike Cup zu verteidigen, dürfte allerdings sehr schwierig werden. Indergand hat nämlich keinen Geringeren als den mehrfachen Weltmeister und Ausnahmekönner Nino Schurter ganz dicht im Nacken. Entschieden wird der Swiss Bike Cup am kommenden Sonntag beim Finalrennen in Lugano. «Wer von uns beiden zuerst über den Zielstrich fährt, ist gleichzeitig auch der Gesamtsieger», sagt Indergand zur Ausgangslage: «Ich freue mich sehr auf das ­Duell mit dem Weltmeister.»

Ausklingen lassen wird Indergand seine Saison Anfang Oktober mit dem Roc d’Azur, einem prestigeträchtigen Rennen in Südfrankreich. Die Fernziele des schnellen Urners sind die Bike-WM 2018 auf der Lenzerheide, wo er ein einstelliges Resultat anstrebt, und die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Letzteres ist ein schwieriges Unterfangen, zumal die Schweiz über die mit Abstand meisten Weltklassebiker verfügt, aber dennoch nur drei Olympia-Startplätze erhält.

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