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MOUNTAINBIKE: Reto Indergand: «Der Heimvorteil überwiegt den Druck»

Die Schweizer Meisterschaft im Mountainbike steht vor der Tür und findet in Andermatt statt. Wie der Silener Reto Indergand das Heimspiel nutzen will, erklärt er im Interview.
Reto Indergand. (Bild: PD)

Reto Indergand. (Bild: PD)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Am 24. Juni findet in Andermatt die Schweizer Meisterschaft im Mountainbike statt. Spitzenathlet Reto Indergand aus Silenen hat an gleicher Stätte im Vorjahr im Proffix Swiss Bike Cup triumphiert und wird die Unterstützung der zahlreichen Urner Fans geniessen dürfen. Im Interview verrät er, was seine Ziele sind und wie er mit dem Druck des Heimvorteils umgeht.

Die Schweizer Meisterschaft findet in Andermatt, in Ihrer näheren Heimat, statt. Ist das eine spezielle Motivation?

Ja, sicher. Ein Heimrennen ist immer speziell. Ich musste sehr lange warten, bis es ein grosses Bikerennen im Kanton Uri gibt. Auf der Strasse hatte ich das schon mit dem Bergrennen Silenen-Amsteg-Bristen. Ich kenne Andermatt seit ich ein kleines Kind bin und zusammen mit den heimischen Fans wird das eine super Stimmung geben.

Im Vorjahr war es eine Premiere in Andermatt, nun bereits die SM. Was macht die Location und die Strecke SM-würdig?

Die Organisatoren hatten bereits zur Premiere eine tolle Strecke gebaut. Sie ist sehr Zuschauer freundlich und wird auch zum Fahren nie langweilig. Für die SM sind einige Streckenabschnitte umgebaut worden. Ich bin gespannt auf die Änderungen.

Auf der Strecke gibt es Abschnitte wie die Bob-Anschiebebahn, das Urner Loch oder den Riesenslalom. Sind solche Stellen speziell und wie nimmt man diese als Fahrer wahr?

Im Training nehme ich solche Sachen immer wahr. Sie helfen auch, wenn wir nach dem Training über die Strecke sprechen. Im Rennen geht es dann allerdings nur noch darum, möglichst die Ideallinie zu treffen und schnell zu sein.

Sie haben im Vorjahr in Andermatt im Proffix Swiss Bike Cup gesiegt. Macht Sie das zu einem Mitfavoriten?

Nur wegen dem Sieg vom letzten Jahr werde ich nicht direkt zu einem Topfavoriten, aber dank dem Heimvorteil habe ich sicher nicht nur eine Aussenseiterrolle.

Sie sprechen also von einem Heimvorteil und nicht einem Heimnachteil?

Sicher werden die Erwartungen nach dem Sieg im letzten Jahr steigen. Die Schweizer Meisterschaft ist immer ein spezielles Rennen, Prognosen sind schwierig. Den Druck mache ich mir selber, da ich mich von der besten Seite präsentieren möchte. Der Heimvorteil überwiegt definitiv, ich sehe das als positive Sache für mich an.

Welche Passagen behagen Ihnen auf dem Kurs und wo denken Sie gegenüber der Konkurrenz für den Unterschied sorgen zu können?

Ich habe sicher die kurzen technischen Aufstiege gerne. Dort konnte ich auch im letzten Jahr den Unterschied ausmachen.

Es werden erneut viele Urner Fans an der Strecke erwartet. Warum kommen die Urner so zahlreich an die Sportevents?

Wir haben einen sehr guten Zusammenhalt im Kanton Uri. Die Urner sind stolz auf ihre Sportler und unterstützen sie auch sehr gerne vor Ort.

Hinweis
Mehr Informationen zur Schweizer Meisterschaft 2018 und dem Proffix Swiss Bike Cup unter www.swissbikecup.ch

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