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MUSEGG CLASSIC: Manuel Jauch – der Garant für Urner Klasse

Manfred Jauch beweist einmal mehr, dass sich eine konzentrierte Vorbereitung auszahlt. Zum vierten Mal in Serie lässt sich der Urner in Luzern als Sieger feiern – am Samstag bei der Musegg Classic.
Jörg Greb
Der Altdorfer Manfred Jauch geniesst kurz vor dem Zieleinlauf die Ovationen der Zuschauer. (Bild: Pius Amrein)

Der Altdorfer Manfred Jauch geniesst kurz vor dem Zieleinlauf die Ovationen der Zuschauer. (Bild: Pius Amrein)

Jörg Greb

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Es war nicht so, dass der 43-Jährige aus Altdorf von der Konkurrenz nicht gefordert worden wäre. Insbesondere machten die jüngeren Konkurrenten Druck. Der Sempacher Tekle Weidgebrei, Sieger bei den Männern 20, und Sven Marti, der Kategorienbeste bei den Männern 30 aus Buochs, boten dem Urner Paroli – aber nicht bis zur Ziellinie. Je länger das Rennen dauerte, desto mehr zeigten die beiden letzten Widersacher Schwächen. Manfred Jauch liess sich durch «die geniale Stimmung und die vielen Zuschauer» förmlich ins Ziel tragen. Und damit erkämpfte sich der Kundenberater bei der Urner Kantonalbank das, was dem Laufen zusätzlichen Spass verleiht: das Siegen eben.

22:40 Minuten benötigte Jauch für die kleine und die beiden grossen Runden. 21 respektive 25 Sekunden büssten Weidgebrei und Marti auf den Urner ein. «Mir kommt diese Strecke entgegen», analysierte Jauch, sprach damit die Distanz von 7,2 Kilometern an, aber auch das ständige Auf und Ab entspricht seinen Qualitäten. Und so holte er sich am Mus­egg-Aufstieg in der ersten Runde die Gewissheit, dass «bei dieser harten Passage niemand mit mir mithalten kann». Genau da werde er angreifen, nahm er sich zu diesem Zeitpunkt vor. Und diese Vorgabe setzte er in der zweiten Runde um. Jauch sorgte für die Vorentscheidung und lief fortan ungefährdet dem Sieg entgegen.

Viele Erfolgsgaranten

Manfred Jauch hat die Balance gefunden, mit der er die erstaunlichen Leistungen zu vollbringen mag. «Abwechslung, verschiedene Intensitäten, vor allem auch nicht zu viele Wettkämpfe», nennt er als Erfolgsgaranten. So absolvierte er am Samstagabend in Luzern erst den dritten Wettkampf in diesem Jahr. Zwei Wochen vor Luzern holte er sich am Rotseelauf die gewünschte Sicherheit, ebenfalls durch einen Sieg.

Derzeit setzt Jauch schwerpunktmässig auf Distanzen um die 10 Kilometer – und auf Flachrennen. Dem Ausdauertraining schenkt er die grösste Beachtung. Nur etwa jede dritte Woche legt er schnelle Bahntrainings ein. Rund 50 Kilometer läuft er jede Woche, verteilt auf vier bis fünf Einheiten. Im Gegensatz zum Jahr 2016 verzichtet er grösstenteils auf Laufeinheiten von mehr als einer Stunde. «Marathon habe ich keinen eingeplant», sagt der Urner bestimmt.

Zurück zur alten Liebe

Und auch in seiner einstigen Spezialdisziplin, dem Berglauf, übt er sich derzeit in Zurückhaltung. Vielleicht bestreite er den einen oder andern Berglauf im Herbst. Abwechslung muss sein. Und «solche Rennen wie der Stadtlauf begeistern enorm», fügt er an. Und motivieren dazu, der gewählten Struktur und den Schwerpunkten die nötige Beachtung zu schenken. «Dieses Rennen, diese Atmosphäre, schlicht genial», bilanziert Jauch. Es widerspiegelt auf eindrückliche Weise die Laufkarriere von Manfred Jauch. Einst, zu Zeiten von 800-Meter-Weltmeister André Bucher, zählte er zu den Schweizer Hoffnungen. Der Durchbruch glückte nie ganz. Mit 22 Jahren verabschiedete er sich vom Leistungssport und widmete sich der beruflichen Karriere sowie der Familie. Nun aber ist das ambitionierte Laufen wieder ein fixer Bestandteil des Alltags – «als Ausgleich zum Job und zur Familie», umschreibt Jauch seine Passion.

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