Nach dem Wechsel von GC: «Kriens ist eine ideale Lösung für mich»

Der SC Kriens bekommt es am Dienstag (19.30) mit dem Leader zu tun. Die Grasshoppers sind zu Gast im Kleinfeld. Mit Amel Rustemoski hat ein Ex-Hopper derweil die Seite gewechselt und läuft nun für Grün-weiss auf.

Simon Wespi
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«Der klare Aufstiegsfavorit» gastiere im Kleinfeld, entgegnet Trainer Bruno Berner auf die Frage, was denn heute Abend auf die Krienser zukomme. Die Grasshoppers führen die Tabelle der Challenge League an, obwohl sie zuletzt in Neuenburg bei Xamax mit 0:1 tauchten.

Der Krienser Amel Rustemoski (grünes Dress) umgeben von Winterthurern.

Der Krienser Amel Rustemoski (grünes Dress) umgeben von Winterthurern.

Bild: Pius Amrein (Kriens, 3. Oktober 2020)

Bei den Zürchern ist vieles neu. Auf diese Saison hin gab es viele Mutationen im Kader. Amel Rustemoski ist einer, der in der abgelaufenen Spielzeit noch für die Hoppers auflief, seit dieser Saison jedoch in Grün-weiss agiert. Der 20-jährige offensive Mittelfeldspieler ist vorerst bis Ende Jahr ausgeliehen.

In der aktuellen Spielzeit (Meisterschaft und Cup) kam er in vier von fünf Partien zum Einsatz. Zuletzt musste Rustemoski jedoch pausieren. «In der Nationalmannschaftspause habe ich im Training einen Schlag auf den Fuss bekommen. Danach war ich drei, vier Tage angeschlagen.» In der letzten Woche konnte er wieder mit der Mannschaft trainieren. Für das Spiel in Wil, welches die Krienser mit 1:0 zu ihren Gunsten entschieden, reichte es jedoch noch nicht. «Jetzt bin ich wieder bereit, ich fühle mich fit», sagt er entschlossen. «Die Entscheidung liegt jetzt beim Trainer.»

Mehr Spielminuten als im Letzigrund

Für ihn wird die Begegnung mit den Zürchern, bei welchen er seit der U16 alle Altersstufen durchlaufen hat, ein spezielles Spiel. «Ich kenne noch den einen oder anderen Spieler», sagt Rustemoski, der in Baden geboren ist und nordmazedonische Wurzeln hat. Für ihn ist klar:

«Mit einer starken Mannschaftsleistung ist ein Sieg möglich.»

Im Sommer führte der 20-Jährige gute Gespräche mit Trainer und Sportchef des SCK. Der Wechsel sei richtig gewesen, ist er überzeugt: «Alles passt, Kriens ist eine ideale Lösung für mich. Ich komme hier sicherlich zu mehr Spielminuten und kann mein Können zeigen.»

Ein Können, welches Trainer Bruno Berner mehr Flexibilität im Angriff ermöglicht. «Amel ist ein feiner Techniker. Er wurde gut ausgebildet, das sieht man. Auch hat er ein gutes Auge für den Mitspieler», beschreibt Berner seinen Schützling, der sich in der Challenge League nun durchsetzen soll. Er sei ein sehr ruhiger Typ. Gut möglich, dass seine Art auch auf die Attribute auf dem Platz zurückzuführen ist. Berner wünscht sich von ihm etwas mehr Durchsetzungsvermögen. «Amel hat grosses Potenzial. Anstatt den Pass suchen, soll er mehr in den Abschluss. Er darf noch etwas zielstrebiger vor dem Tor sein.»

Sechs Spiele für die U20-Nationalmannschaft

Rustemoski ist mit seinem Start in Kriens zufrieden. «Mir gefällt es hier sehr gut. Auch das Team ist grossartig.» Er sei sehr gut aufgenommen worden.

«Ich habe viel Freude und verspüre eine grosse Lust.»

Sein Ziel mit Kriens formuliert er durchaus ambitioniert: «Ich möchte mithelfen, Kriens wieder in die Top fünf der Challenge League zu führen.» Ob er dazu bis Ende Saison beitragen kann, bleibt angesichts seiner vorerst bis Ende Jahr laufenden Leihe offen. Auch für Rustemoski selber, der für die Schweizer U20-Nationalmannschaft sechs Länderspiele bestritt. Aber klar sei: «Ich konzentriere mich auf Kriens.»

Bruno Berner lobt den heutigen Gegner GC. «Sie spielen einen gepflegten Fussball und haben individuelle Klasse.» Mit Petar Pusic und ex-FCL-Spieler Shkelqim Demhasaj «haben sie hungrige Spieler im Team», sagt der Trainer. Die Krienser ihrerseits hätten noch Luft nach oben. Fürs Spiel heute verlangt er die gleiche Begeisterung wie am Freitag gegen Wil. «Mit viel Herz und Kampfgeist aufspielen. Wir wollen GC Paroli bieten», sagt er und ergänzt: «Wir glauben an einen Punktgewinn.»

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