Bewilligung entzogen
Nach massiver Kritik: Eishockey-Weltmeisterschaft findet nicht in Weissrussland statt

Der internationale Eishockeyverband entzieht dem osteuropäischen Land die Bewilligung für die WM. Ob das Turnier nur in Lettland stattfinden wird, steht noch nicht fest.

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Dieser Auftritt von IIHF-Präsident René Fasel bei Weissrusslands Machthaber Lukaschenko gab zu reden. Jetzt zieht die IIHF die Reissleine.

Dieser Auftritt von IIHF-Präsident René Fasel bei Weissrusslands Machthaber Lukaschenko gab zu reden. Jetzt zieht die IIHF die Reissleine.

Nikolai Petrov / AP

(frh) Der internationale Eishockeyverband IIHF hat Weissrussland die Austragung der Eishockey-WM entzogen. Das schreibt der Verband in einer Mitteilung am Donnerstag. Sicherheitsprobleme, die sich jenseits der eigenen Kontrolle befänden, hätten zum Entscheid geführt. In den letzten Wochen und Monaten war die Kritik lauter geworden, die WM in einem Land auszutragen, in welchem der Machthaber Alexander Lukaschenko mit brutalen Methoden gegen Demonstranten und Oppositionelle vorgeht und regelmässig Menschenrechte verletzt werden.

Weissrussland hätte die WM, die vom 21. Mai bis 6. Juni terminiert ist, als Co-Gastgeber gemeinsam mit Lettland ausgetragen. Ob das Turnier nur in Lettland stattfinden soll, werde zeitnah entschieden, schreibt der Verband. Im Gespräch sind auch die Ausweichnationen Dänemark oder die Slowakei.