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Häberli vor dem Spiel gegen Thun ambitioniert: «Nach oben – alles andere ist beängstigend»

Der FC Luzern muss am Samstag (19.00) beim Tabellenletzten FC Thun antreten. Und Tore schiessen.
Turi Bucher
FCL-Trainer Thomas Häberli will den Aufwärtstrend nun auch in Resultaten spüren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 29. September 2019)

FCL-Trainer Thomas Häberli will den Aufwärtstrend nun auch in Resultaten spüren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 29. September 2019)

Der FC Luzern reist am Samstag nach Thun, überbrückt die Wartezeit bis zur Fahrt zum Stadion in einem Hotel. Das FCL-Team tritt beim Schlusslicht der Super League erhobenen Hauptes an. Denn: «Seit Beginn der Saison ist bei uns eine klare Steigerung ersichtlich. Es geht aufwärts.» Trainer Thomas Häberli sagt das, aber er fügt sofort an: «Aufwand und Ertrag – das stimmt bei uns noch nicht.»

Nur gerade drei Punkte vor Thun platziert, könnte dieser Vorsprung am Samstag für den FCL im Falle einer Auswärtsniederlage aufgebraucht sein. Beiden Teams sind in den bisherigen neun Partien nur je sieben Treffer gelungen. «Ja, Erfolgserlebnisse sind jetzt für uns wichtig», sagt Häberli, «und ich glaube, dass es wenig braucht, damit der FCL ins Rollen kommt.»

Mit «Rollen» meint Häberli, dass der Aufwärtstrend im Oktober noch konkreter, noch deutlicher spür- und erkennbar sein soll. Der Chef erwähnt beispielsweise den knappen Heimsieg von letzter Woche gegen Neuchâtel Xamax, «in dem die Mannschaft eine unglaubliche Laufleistung von total gemessenen 117 Kilometern absolviert hat».

Für 7 bis 8 Clubs ist es ein steter Abstiegskampf

Es liege in der Struktur der Liga, dass sieben oder acht Clubs, darunter auch der FC Luzern, stets in den Abstiegskampf involviert seien, sagt Coach Häberli. «Basel und YB sind und bleiben vorne, Sion sehe ich als Wackelkandidat zwischen der Spitze und dem Rest, der die Barrage umgehen will. So ist es halt, wir können das Rad, die Liga auch nicht neu erfinden.» Gleichwohl arbeite er darauf hin, eine Wertsteigerung, eine Qualitätssteigerung bei jedem einzelnen Spieler voranzutreiben. Häberli: «Dann wird auch die Qualität unserer Spiele besser. Wir schauen nach oben. Alles andere ist beängstigend.»

Goalie Müller erstmals auf Kunstrasen

Eine Premiere erlebt am Samstag der deutsche FCL-Torhüter Marius Müller. Müller spielt in der Schweiz erstmals auf Kunstrasen. «In der Europa-League- Qualifikation auf den Färöer-Inseln habe ich schon auf Kunstrasen gespielt, in der Schweiz bisher noch nicht», sagt der FCL-Keeper. «Ich werde trotzdem wie gewohnt die Schuhe mit den Eisenstollen tragen.» Viel mehr Mühe bereitet Müller, dass in der Schweiz bei jedem Club jeweils mit einem anderen Ball gespielt wird. Müller: «In der Bundesliga spielen die Vereine mit einem einheitlichen Ball.» Müller hat für Luzern im ersten Saisonviertel Match für Match gute Leistungen abgeliefert. Frage an ihn also: Haben Sie manchmal nicht auch das Gefühl, dass Sie eigentlich zu gut für den FC Luzern sind? Antwort: «Ich habe in der Bundesliga und von Leipzig-Torhüter Peter Gulacsi insbesondere eines gelernt: Überheblichkeit und Angst, das sind im Fussball deine grössten Gegner.»

Auf die schwierige Situation und die Torflaute beim FCL angesprochen, sagt Müller: «Ich habe beim 1. FC Kaiserslautern eine Krisenzeit erlebt, da hatten wir nicht mal Torchancen. Luzern hat die Chancen. Jetzt geht es darum, vor dem gegnerischen Tor effizienter zu sein.» Vielleicht schon in Thun? Wo liegt das überhaupt in der Schweiz, Marius Müller? «Das weiss ich doch, das ist im Bernerland.» Lassen wir so gelten ...

Schneider: «Wir kommen da als Mannschaft raus»

Marc Schneider, der Trainer der Berner Oberländer, erklärt vor dem Heimspiel gegen den FCL: «Wir haben bisher nicht das gezeigt, was wir in Thun sehen wollen, was wir können. Aber wir kommen da als Mannschaft wieder hinten raus.» Schneider zum FCL: «Die vier Luzerner Offensivspieler sind sehr gefährlich. Wir werden unser Augenmerk ganz besonders darauf richten, dieses Quartett im Griff zu haben.»

«FCL ist in ähnlicher Situation»

Letzte Saison spielte er noch in der Challenge League für den SC Kriens, seit diesem Sommer ist er beim FC Thun in der Super League engagiert: Der 23-jährige Saleh Chihadeh, zweifacher palästinensischer Nationalspieler, aufgewachsen im Oberwallis (Junior des FC Naters). «Es läuft momentan nicht optimal bei uns», sagt Chihadeh, der seit seinem Wechsel von Kriens zu Thun wieder im Wallis, daheim in Brig, wohnt und jeweils 40 Minuten mit dem Auto ins Training fährt. «Wir konnten bisher noch nicht einlösen, was wir uns jeweils für ein Spiel vorgenommen haben. Aber», so Chihadeh weiter, «ich denke, der FC Luzern ist in einer ähnlichen Situation wie wir. Es wird ein sehr kampfbetontes Spiel, eine Partie, in der um jeden einzelnen Ball gefightet wird.» Chihadeh ist der vierte ehemalige Kriens-Spieler, der vom SCK nach Thun wechselte. Vor ihm wurden schon Ridge Munsy, Dejan Sorgic und Chris Kablan vom Kleinfeld ins Berner Oberland transferiert. Hinter Chihadehs Aufgebot für das Spiel gegen den FC Luzern steht noch ein Fragezeichen. «Ich spüre eine Verhärtung im Wadenbein», erklärt er. (tbu)

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