Kommentar

Nach WM-Bronze im Strassenrennen: Marc Hirschi ist in der Weltspitze angekommen

Ganz schnell ist Marc Hirschi in der Weltspitze angekommen, der die dritte Schweizer Medaille im vierten Rennen geholt hat. Der Schweizer Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Raphael Gutzwiller
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Marc Hirschi führt die Ausreissergruppe mit vielen Topfavoriten an.

Marc Hirschi führt die Ausreissergruppe mit vielen Topfavoriten an.

Luca Bettini / AP
Raphael Gutzwiller.

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Als sich im WM-Strassenrennen die Besten absetzten, konnte nur die absolute Weltspitze mithalten. Und mittendrin: Marc Hirschi. Der 22-jährige Berner ersprintete sich schliesslich hauchdünn die Bronzemedaille.

Der Aufstieg von Marc Hirschi in die Weltspitze ist rasant. Vor vier Wochen, als er an der Tour de France erstmals für Furore sorgte, kannten ihn noch nicht einmal alle Konkurrenten. Nach der Tour, in der Hirschi eine Etappe gewinnen konnte und zum aktivsten Fahrer gewählt wurde, zählte er im WM-Strassenrennen plötzlich zu den Favoriten. Es ist beeindruckend, wie er mit der gestiegenen Erwartungshaltung umgehen kann.

Mit seiner Medaille sorgt Marc Hirschi für das letzte grosse Highlight einer aus Schweizer Sicht überragenden WM. In vier Rennen hat die Equipe drei Medaillen geholt. Zuvor hatten sich im Zeitfahren Marlen Reusser bei den Frauen Silber und Stefan Küng bei den Männern Bronze gesichert. Das Teamergebnis wird durch die Top-Ten-Klassierung von Reusser im Strassenrennen zusätzlich verschönert.

Aus dem Nichts kommen die Medaillen nicht. Für Swiss Cycling sind sie der Lohn guter Arbeit in den letzten Jahren, in denen man auch wissenschaftliche Wege beschritt. Hirschi, als Junior einst auf der Radbahn erfolgreich, ist dafür der beste Beweis.

Eigentlich hätte die Schweiz eine Heim-WM erleben sollen, aber auch die WM in Imola macht Lust auf mehr. Zum Beispiel auf die Olympischen Spiele im nächsten Sommer.