NACHWUCHSELITE: Einzigartiges Sprungbrett für junge Schnelle

Am Samstag ab 20.15 Uhr gehört die Strecke den schnellsten Läufern von morgen. Und die Nachfrage der Nachwuchselite steigt stetig.

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Gewann den Stadtlauf im letzten Jahr: Nachwuchsläuferin Priska Auf der Maur. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Gewann den Stadtlauf im letzten Jahr: Nachwuchsläuferin Priska Auf der Maur. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Besten starten im Elitefeld und die künftig Besten in der Nachwuchselite: 2002 wurde am Luzerner Stadtlauf nämlich die Nachwuchselite ins Leben gerufen – ein in der Schweiz einzigartiges Konzept.

Fritz Schmocker, Schweizer Langstrecken-Nationaltrainer: «Und das finde ich eine hervorragende Sache.» Denn: «Viele nationale Spitzenläufer haben in der Elite Mühe, mithalten zu können. So ist der Nachwuchs unter sich und doch in einem erlesenen Feld.» Aber: «Die Idee der Nachwuchselite wurde falsch aufgegleist.»

Denn ursprünglich war diese Kategorie für die schnellsten Junioren und Juniorinnen der Region gedacht, mittlerweile ist die Nachfrage gesamtschweizerisch vorhanden. Darum soll die Nachwuchselite nächstes Jahr in den Cross-Cup integriert werden. Entsprechende Gespräche haben bereits stattgefunden.

Überregionales Männer-Feld
Doch auch schon dieses Jahr hat der Veranstalter überregional eingeladen, so ist bei den Männern beispielsweise ein Trio von der LC Fortuna gemeldet. Dazu gehört auch der mehrmalige Schweizer Meister Severin Sager: Letztes Jahr verpasste er als viertplatzierter das Podest knapp, am Samstag dürfte er zu den Favoriten gehören. Zumal der Vorjahressieger Stefan Hendtke (De) und der Zweite Christoph Ryffel (ST Bern) nicht am Start sind.

Starkes Frauen-Trio
Bei den Frauen gehört Priska Auf der Maur die Favoritenrolle. Vor einem Jahr distanzierte sie ihre Gegnerinnen auf der 2,465 km langen Strecke um mehr als 10 Sekunden. Unter der Aufsicht ihres Trainers Fritz Schmocker dürfte die Athletin von der LA TV Erstfeld von Stefanie Barmet und Andrea Lustenberger gefordert werden. Vor allem, wenn Lustenbergers Entwicklung weitergeht wie bisher: 2007 wurde sie Dritte, 2008 Zweite.

Auch Barmets Formkurve dürfte auf dem aufsteigenden Ast sein, denn für die schnellste Schweizerin des letzten Jahres über 800 m beginnt bald die Bahnsaison. Und wie für Barmet bietet sich der Stadtlauf für viele Nachwuchsathleten als Standortbestimmung nach dem Winter an.

Die meisten waren Anfang April noch im Trainingslager und richten ihren Fokus nun auf die Bahn. Da sei der Stadtlauf optimal, sagt Schmocker. «Zum einen ist er nicht zu weit von der Bahnsaison entfernt, zum andern ist er auch nicht zu nahe dran.» Und die Nachwuchselite dürfte Ansporn für viele gute Läuferinnen und Läufer sein, im nächsten Jahr zu den Besten zu gehören.

Daniela Zeman

Nachwuchselite

Frauen 2,465 km 20.15

450 Cindy Schmid LR Neuenkirch
451 Christina Fenk STV Willisau
452 Melina Toubazis (2008: 7.) LC Luzern
453 Santina Malacarne (4.) LC Luzern
454 Priska Auf der Maur (1.) TV Erstfeld
455 Seline Stadelmann LR Ebikon
456 Céline Giger LR Ebikon
457 Andrea Lustenberger (2.) STV Kriens
458 Sara Jost LC Emmenstrand
459 Belinda Tramonti LA TV Erstfeld
460 Stefanie Barmet (3.) Willisau
461 Mirjam Niederberger LA Nidwalden
462 Melanie Imhof (8.) TV Erstfeld

Männer 4,250 km 20.15

400 Severin Sager (4.) LC Fortuna
401 Daniel Lustenberger (6.) STV Kriens
402 Patrick Meier (3.) LC Fortuna
403 Marco Senti LC Scharnachtal
404 Pascal Giger LR Ebikon
405 Fabian Kreienbühl (7.) TV Inwil
406 Roland Christen (9.) Willisau
407 Gabriel Willauer (5.) Rothenburg
408 Nicklaus Hägler LC Fortuna