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Nächstes Ziel: Olympische Demonstrationssportart

Südkorea Snowvolleyball avisiert ein ehrgeiziges Ziel an: Die Schneevariante des Beachvolleyballs soll dereinst olympisch werden, wenn es nach den Vorstellungen des Volleyball-Weltverbandes FIVB geht. Zu diesem Zweck wurde in Pyeongchang vorletzte Woche kräftig die Werbetrommel gerührt, als beim wohl speziellsten Sideevent der Olympischen Spiele ein Demonstrationsspiel über die Bühne ging. Beim Österreicher Haus wurde tonnenweise Kunstschnee angekarrt für ein Snowvolleyballfeld, umsäumt von Plastikpalmen. Den Hintergrund bildeten die Skipisten von Yongpyong.

Aufwand für diese Exhibition wurde keiner gescheut. Man liess Weltstars einfliegen, allen voran die brasilianische Beachvolleyball-Ikone Emanuel Rego, den dreifachen Weltmeister und Olympiasieger von 2004. Und der trat an zu einem Demonstrationsspiel mit und gegen andere Grössen in einer Partie vier gegen vier. «Das ist eine tolle Sache», schwärmte Emanuel Rego, «wir wollen zeigen, dass Outdoor-Volleyball rund um den Globus das ganze Jahr gespielt werden kann. Wir wären die erste Sportart, die an Sommer- wie Winterspielen gespielt würde.»

Die globale Aufmerksamkeit war dem aussergewöhnlichen Event jedenfalls sicher: Über 30 Kamerateams aus allen Kontinenten und Hunderte von Schaulustigen umsäumten das Feld. Auch viele weibliche koreanische Volleyballfans, die vor allem wegen ihres Superstars Kim Yeon-koung angereist waren.

Fürst Albert von Monaco spielte auch mit

Auch Fürst Albert von Monaco war zugegen und liess es sich nicht nehmen, auf Aufforderung der Spieler sogar ein paar Bälle mitzuspielen. Da der Monegasse IOC-Mitglied ist, lag die Frage nahe, wie offiziell alles bereits sei. «Ich verfolge Beachvolleyball schon lange, und deshalb interessiert es mich sehr», gab sich der Fürst diplomatisch, «ich bin zwar nicht in offizieller Funktion hier, aber Snowvolleyball könnte eine Option sein.» Das hörten die Promotoren gerne, aber bis der Weltverband eine seriöse Eingabe als Demonstrationssportart machen kann, braucht es noch einiges an Aufbauarbeit.

In Pyeongchang war Roger Schnegg als interessierter Zuschauer zugegen. Der Direktor von Swiss Olympic steht nicht im Verdacht, Volleyball nicht zu mögen, schliesslich war er vormals Direktor von Swiss Volley. Er ist aber skeptisch, ob sich die Variante auf Schnee durchsetzen wird: «Als touristische Attraktion finde ich das eine ausgezeichnete Idee, zum Beispiel Turniere an Skiorten für die breite Masse anzubieten. Aber als olympischen Leistungssport sehe ich das nicht.»

Unverdrossen optimistisch hingegen gab sich der Österreicher Nik Berger, der Europameister von 2003. Er bemühte den Pioniergeist: «Vielleicht ist es so wie schon mal: Zuerst belächelte man uns Beachvolleyballer. Aber als wir dann 1996 olympisch wurden, hat sich das schnell zu einer viel beachteten Sportart an den Sommerspielen entwickelt. Und jetzt hüpfen hier halt wieder ein paar Verrückte im Schnee herum und werden wieder belächelt.»

Ob aus dem Kreis von ein paar Verrückten ein ernsthafter Aufbau einer Kandidatur von Snowvolleyball als olympischer Demonstrationssportart gelingt, werden die nächsten zwei Jahre erst noch zeigen. (eisa)

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