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Nations League: Achtung, Überdosis

Sportchef Cyril Aregger zur von der Uefa neu geschaffenen Nations League, an der vier Startplätze an der Europameisterschaft vergeben werden.
Cyril Aregger
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Nations League heisst das neueste Kind des europäischen Fussballverbandes Uefa. Rund zwei Monate nach dem WM-Final in Moskau gilt es für die 55 europäischen Nationalmannschaften wieder ernst. Am Ende winken ein Meistertitel und vier Startplätze an der EM. Der Weg dorthin ist jedoch reichlich kompliziert, das Erklären der Offside-Regel im Vergleich ein Kinderspiel.

Einfacher ist es, die Auswirkungen dieser Liga zu benennen: Reine Freundschaftsspiele wird es künftig kaum mehr geben – die Nations League übernimmt die dafür vorgesehenen Termine im Spielkalender. Zudem haben nun auch Fussballzwerge wie Liechtenstein und Luxemburg realistische Chancen auf eine EM-Teilnahme. Ein Platz im Turnier ist für sie reserviert.

Weiter bedeutet die Nations League für die Nationalspieler – zum Ärger der Klubs in den grossen europäischen Ligen – mehr Ernstkämpfe im bereits schwer befrachteten Kalender. Ob das dem Sport guttut? Kaum. Allerdings ist das auch gewiss nicht der Hauptgedanke hinter dem Konstrukt. Die Nations League ist nebst der Europameisterschaft, der Champions League und der Europa League ein weiteres Produkt, mit dem die Uefa viel Geld verdienen kann. Geld, das auch den nationalen Verbänden zugutekommen wird und deren meist positive Haltung erklärt.

Ob die Rechnung aufgeht? Fussball ist schon heute omnipräsent, und die Aufmerksamkeitsspanne der Fans lässt sich nicht beliebig ausdehnen. Es droht die Überdosis. Möglich, dass die Gelddruckmaschine Fussball dadurch ins Stottern gerät. Zumindest Fussball­romantikern würde dies keine Albträume bereiten.

Cyril Aregger

cyril.aregger@luzernerzeitung.ch

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