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Navas will die Kritiker Lügen strafen

Nach dem sensationellen Viertelfinaleinzug vor vier Jahren will Costa Rica erneut überraschen. Und dies in der Schweizer Gruppe. Die Helden von damals sollen es wieder richten.
Jörg Soldwisch (SID), Samara
Goalie Keylor Navas ist der Star der Costa Ricaner. Bild: Moises Castillo/Keystone

Goalie Keylor Navas ist der Star der Costa Ricaner. Bild: Moises Castillo/Keystone

«Wir wollen, dass die Geschichte Costa Ricas noch bedeutender wird», sagt Torhüter Keylor Navas: «Wir wollen noch besser sein als bei der letzten WM.» Noch besser? Das würde den Einzug in die Halbfinals bedeuten. Allerdings: Seit dem Viertelfinaleinzug vor vier Jahren wird keiner mehr die Ticos unterschätzen, auch nicht Auftaktgegner Serbien heute (14.00). «Dank unserer Stabilität und unserer Resultate haben wir uns Respekt erarbeitet», sagt Trainer Oscar Ramirez.

Die letzten Länderspiele gegen Belgien und davor gegen England (0:2) haben aber eklatante Schwächen offenbart. Gegen Belgien betrug Costa Ricas Ballbesitz nur 31 Prozent – das ist selbst für Konterspezialisten lächerlich wenig. Ramirez forderte deshalb am Samstag im Abschlusstraining von seinen Spielern, «mehr Druck auf den Gegner auszuüben». Das sei vor allem «eine Frage der Kommunikation».

Ramirez kann auf ein eingespieltes Kader setzen. Grosser Rückhalt soll erneut Keylor Navas sein. Nach seinem dritten Champions-League-Sieg in Folge mit Real Madrid tritt der 31-Jährige mit viel Selbstbewusstsein an. In Costa Rica wird Navas als Fussball-«Gott» verehrt, doch in Europa haftet ihm der Makel an, für das «weisse Ballett» von Real nicht gut genug zu sein. Nachdem Navas gegen England einen Fernschuss von Marcus Rashford nicht parieren konnte, ätzte Englands Ex-Nationalspieler Lee Dixon, Navas sei «der überbewerteste Torhüter im Weltfussball». Navas will seine Kritiker bei der WM Lügen strafen.

Ramirez über Shaqiri: «Dieser Kleine»

Auch Ramirez musste sich Spott gefallen lassen, als er sich nach der Belgien-Pleite peinliche Blackouts leistete. Ihm waren auf der Pressekonferenz die Namen der WM-Spieler Eden Hazard («die Nummer zehn»), Xherdan Shaqiri («dieser Kleine») sowie Harry Kane («dieser Angreifer») zunächst nicht eingefallen, er stammelte etwas unbeholfen.

Es gab Gelächter im Presseraum, ja, und auch einen kurzen Aufschrei in den Sozial-Netzwerken. Aber Ramirez, intern wegen seiner Fachkenntnisse sehr geschätzt, dürften in jenem Moment bereits Namen wie Filip Kostic und Nemanja Matic im Kopf herumgespukt sein.

Die Serben präsentierten sich zuletzt beim 5:1 gegen Bolivien in Torlaune. Auch deshalb hat Mladen Krstajic vor seiner WM-Premiere als Nationaltrainer keine unruhigen Nächte. «Warum? Weil sich mein Team in der Vorbereitung eine gute Form geholt hat. Alle sind fokussiert», sagte der frühere Bundesliga-Profi.

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