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Neue Regeln für die Fussballsaison – der Schiedsrichter ist nicht mehr Luft

Eine Übersicht über die wichtigsten Regeländerungen für die anstehende Fussballsaison.
Sergio Dudli
Der Ostschweizer Spitzenschiedsrichter Nikolaj Hänni. (Bild: Laurent Gillieron/KEY)

Der Ostschweizer Spitzenschiedsrichter Nikolaj Hänni. (Bild: Laurent Gillieron/KEY)

Die Verwirrungen um das Handspiel haben in den vergangenen Jahren neue Ausmasse angenommen. Mit einer neuen Regelführung versucht das International Football Association Board (Ifab), dem Chaos entgegenzuwirken. Generell werden Tore aberkannt, die direkt mit der Hand erzielt wurden oder bei deren Entstehung eine Hand im Spiel war. Ob Absicht vorlag oder nicht, ist irrelevant.

Komplizierter wird es bei der Frage nach einem Elfmeter in Folge eines Handspiels. «Elementar ist die Unterscheidung zwischen einer natürlichen oder unnatürlichen Handhaltung, die auch daran gemessen wird, wie gross das Risiko ist, das ein Spieler in einer Situation eingeht. Bis auf wenige Ausnahmen ist es zukünftig strafwürdig, wenn sich der vom Ball getroffene Arm oberhalb der Schulter befindet», schreibt die Swiss Football League (SFL).

Arm auf Schulterhöhe – eine unnatürliche Haltung

Grätscht also ein Verteidiger im Strafraum und bekommt den Ball zwischen Boden und Körper an die Hand, hat dies keinen Elfmeter zur Folge. Befindet sich der Arm hingegen über Schulterhöhe, handelt es sich um eine unnatürliche Haltung. Damit geht der Spieler ein höheres Risiko ein, ein Handspiel zu begehen. Folglich gäbe es einen Penalty. Vereinfacht gesagt: Je näher der Arm am Körper ist, desto geringer ist die Chance, dass ein Kontakt mit dem Ball einen Elfmeter zur Folge hat. Laut der SFL sind mit dem neuen Regelwerk «mehr Fälle explizit beschrieben und eindeutig geklärt». Weiter heisst es auf der Website: «Grundsätzlich liegt der Fokus bei der Beurteilung von Handspielen zukünftig stärker bei der Frage nach dem Risiko, das ein verteidigender Spieler eingeht, und dem Ergebnis daraus, als bei der Frage nach der Absicht.»

Rote Karte für den Trainer

Neben dem Handspiel gibt es weitere Neuerungen: So können Teambetreuer bei unsportlichem Verhalten mit gelben und roten Karten bestraft werden. Bei einem «Platzverweis» muss der Betreuer die technische Zone verlassen, das Strafmass wird anschliessend von der Liga festgelegt. Weiter müssen Spieler, die ausgewechselt werden, das Feld an der nächstgelegenen Seitenlinie verlassen. «Dadurch soll das Zeitspiel minimiert werden», so die SFL.

Bereits an der Frauen-WM für Diskussionen gesorgt hat die neue Regelauslegung für Torhüter bei einem Elfmeter. Ab sofort müssen diese bei der Ausführung des Penaltys mit einem Fuss die Linie berühren. Im Gegenzug darf der Goalie bei einem Abstoss einen Mitspieler im eigenen Strafraum anspielen. Bisher musste der Ball den Sechzehnmeterraum verlassen. Berührt ein sich im Strafraum befindlicher Gegner den Ball oder geht in den Zweikampf, wird der Abstoss wiederholt.

Gegner dürfen sich nicht in die Mauer stellen

Ebenfalls neu geregelt ist die Mauer bei einem Freistoss: Besteht diese aus mehr als drei Spielern, müssen die Gegner einen Abstand von einem Meter einhalten und dürfen sich nicht dazustellen. Die letzte neue Regel betrifft den Schiedsrichter. Berührte er bisher den Ball während des Spiels, wurde er als «Luft» abgetan und die Partie lief weiter. Ab dieser Saison wird es in diesem Fall einen Schiedsrichterball geben. Dabei erhält jene Mannschaft das Spielgerät, die zuletzt in Ballbesitz war. Alle anderen Spieler müssen einen Abstand von vier Metern einhalten.

Lesen Sie dazu auch die Kolumne von Schriftsteller Pedro Lenz:

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