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Neue Reize für die spannungsarme Schweizer Liga

Sportreporter Daniel Wyrsch über den Spielmodus in der Super League.
Daniel Wyrsch.

Daniel Wyrsch.

Weil in der Super League die Überraschungen und Höhepunkte immer mehr ausbleiben, sucht der Schweizer Fussball einen Ausweg in einen attraktiveren Spielmodus.

Heinrich Schifferle, der Präsident der Swiss Football League (SFL), stellte zwar an einem Meeting mit Fussballjournalisten am Montag in Zürich fest: «Das Blatt ist weiss, und vielleicht ändern wir am jetzigen Format nichts.» Aber trotzdem dürfte die Wahrscheinlichkeit gross sein, dass am heutigen Modus nicht festgehalten wird.

Seit 2003 besteht die Super League aus zehn Mannschaften, die viermal pro Saison gegeneinander spielen. Die Dominanz des FC Basel ist in den letzten Jahren erdrückend geworden. Der Ligakrösus wird in der laufenden Saison den achten Meistertitel in Serie feiern. Dahinter haben sich die Young Boys als klare Nummer 2 etabliert. Sion und Luzern kämpfen aktuell zwei Punkte voneinander getrennt um Platz 3. St. Gallen hat schon sechs Zähler Rückstand auf den viert- platzierten FCL.

Die holländische Firma Hypercube ist von der SFL mit der Überprüfung des jetzigen Formats beauftragt. Sie hat errechnet, dass Luzern in den verbleibenden elf Runden mit einer Wahrscheinlichkeit von 56 Prozent die Saison mindestens auf dem aktuellen Rang 4 beenden wird. Das bedeutet: Selbst die Spannung für das Erreichen der Plätze zur Europa-League-Qualifikation bleibt derzeit aus.

Einzig spannend ist noch, ob Vaduz, Lausanne, GC, Lugano oder Thun absteigt. Die Auswirkungen dieser überraschungsarmen Meisterschaft spürt die SFL längst. In den letzten Jahren ist der Zuschauerschnitt von 12 000 auf 10 000 Besucher pro Match runtergegangen. Abnehmendes Interesse könnte sich in den nächsten Jahren in tieferen Sponsoreneinnahmen auswirken.

Um wieder Spannung und einen kompetitiveren Wettbewerb zu erzeugen, stellen sich die folgenden Fragen:

– Soll die Super League von zehn auf zwölf Teams erhöht werden?

– Wird dann die Finalrunde (wahrscheinlich mit acht Teams) und die Auf-/Abstiegsrunde (die letzten vier Teams aus der Super League gegen die ersten vier Teams der Challenge League) wieder eingeführt?

– Werden die Punkte für die Finalrunde geteilt?

Doch das ist nur eine Modus-Möglichkeit, um wieder mehr Attraktivität in den Schweizer Fussball zu bringen. Die Firma Hypercube ist spezialisiert darauf, Meisterschaftsformaten einen neuen Schliff zu verpassen. Sie war auch massgebend an der Champions-League-Reform beteiligt. Belgien spielt seit 2008 mit grossem Erfolg einen neuen Modus.

Hypercupe will die Bedürfnisse möglichst aller Interessengruppen mit einbeziehen: neben den Vereinen auch die Spieler, Trainer, Sponsoren sowie Journalisten – und nicht zu vergessen die Fans.

Vielleicht haben Sie eine zündende Idee für einen neuen Spielmodus. Dann senden Sie mir diesen bitte per E-Mail. Pieter Nieuwenhuis, Gründer von Hypercube, hat versprochen, dass er die Ideen aller Interessierten aufnimmt und in den Rechner eingeben wird.

Die Swiss Football League wird Mitte September 2017 entscheiden, mit welchem Modus im Schweizer Fussball künftig gespielt wird.

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