Neuenschwander auf bestem Weg

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Halbmarathon Bei Maja Neuenschwander überwog im Ziel die Freude – obwohl sie den Sieg bei den Frauen verpasste und obwohl sie ihren Streckenrekord verlor. «Super», sagte die Schweizer Marathonrekordhalterin nach den 21,1 km und den 1:13.40 Stunden, «ich bin nur 76 Sekunden langsamer als vor zwei Jahren.» Es handelt sich um den Vergleich mit der Ausgabe von 2015. Damals siegte sie in 1:12.24 Stunden. Und jetzt, in der Rückschau, weiss sie, was drei Wochen später auf jenes Resultat folgte: der ­Rekordlauf in Berlin. Die Zeit, welche die 35-Jährige nun zusätzlich benötigte, lässt sich aber nicht eins zu eins übertragen. «Ich trat mit anderen Vorzeichen an», sagte sie. Damals hatte sie sich in den Vortagen erholt, die Intensität und die Umfänge zurückgefahren. Diesmal tat sie dies nicht. Der Grund: «Ich spüre, dass noch einige knackige Einheiten nötig sind, damit ich in Berlin erneut ein gutes Ergebnis erreiche.» Die nun zu ihrem Rekordrennen eingebüsste Zeit sieht Neuenschwander als Motivation. «Dieses Rennen war ein guter Schritt», sagte sie.

Neuenschwander sieht sich bestätigt, dass sie den Ende Juli durch eine starke Erkältung eingehandelten Trainingsrückstand nahezu kompensiert hat – zumal das Laufgefühl passte: «Erst auf dem letzten Kilometer wurde es hart.» All diese Faktoren und Indizien bringen sie zur Annahme: «So kommt es gut.» Keine Auswirkungen machte sie aus, dass sie wegen des Schnees im Engadin die Reise ins Unterland bereits am Freitag und nicht wie ursprünglich geplant am Samstag antrat. Die finale Vorbereitung auf Berlin geschieht nun im Flachland, in der Region Bern. (gg)