Neuer Anlauf bei der FCL-Trainersuche mit Fabio Celestini

Der Ex-Trainer von Lugano und Lausanne-Sport steht in finalen Verhandlungen mit dem FC Luzern. Wird Fabio Celestini am kommenden Freitag als neuer Übungsleiter der Innerschweizer vorgestellt?

Daniel Wyrsch
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Fabio Celestini wurde Ende Oktober beim FC Lugano freigestellt.

Fabio Celestini wurde Ende Oktober beim FC Lugano freigestellt.

Bild: Martial Trezzini/Keystone

Bei der Trainersuche des FC Luzern harzt es. Mehr als zwei Wochen sind seit der Freistellung von Thomas Häberli vergangen. Einen neuen Coach konnte Sportchef Remo Meyer bisher nicht verpflichten. Sein erklärtes Ziel ist es, bis spätestens am Freitag den neuen Cheftrainer vorzustellen. Gleichentags findet um 14 Uhr das erste Training der Rückrundenvorbereitung auf dem Kleinfeld-Kunstrasen in Kriens statt.

Gemäss unseren Recherchen hatten Meyer und Chefscout Pasquale de Simone am 23. Dezember dem gesamten Verwaltungsrat eine Shortlist mit vier Namen präsentiert.

Ablöse für Abascal offenbar zu teuer

Zuoberst stand Guillermo Abas­cal. Der 30-jährige Spanier hat beim Serie-B-Klub Ascoli einen Vertrag bis Mitte 2022. Er ist dort Nachwuchschef und für die U19 zuständig. Die Italiener sind nicht bereit, den Ex-Lugano-­Trainer ablösefrei abzugeben. Offenbar ist die Forderung zu hoch für den FCL.

Die Luzerner hatten erst im Spätsommer ihrem Ex-Coach René Weiler eine Abfindung von ­geschätzten 200'000 Franken nach dessen Verpflichtung von Al Ahly Kairo überweisen müssen.

Jetzt ist Fabio Celestini in die Pole-Position für den Trainerjob in Luzern aufgestiegen. Der 44-jährige Schweizer Ex-Internationale mit italienischen Wurzeln wurde erst am 28. Oktober beim FC Lugano freigestellt. Mit den Südtessinern hatte er sich in der Vorsaison noch auf Platz 3 für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert. Bereits bei Lausanne musste Celestini im Frühling 2018 gehen, nachdem die Waadtländer ungebremst in Richtung Challenge League schlitterten. Kurz vor dem Abstieg wurde er jedoch entlassen. Mit Lausanne war Celestini 2016 aufgestiegen.

Celestini hat mit Lugano noch einen Vertrag bis 2021

Nach gescheiterten Verhandlungen mit Abascal geht es auch bei Celestini ums Geld. Bei Lugano, wo er im Oktober 2018 für Abascal übernommen hatte, steht er noch bis Ende Juni 2021 auf der Lohnliste. Zudem will der kaum Deutsch sprechende Celestini einen Assistenten mitnehmen.

Abgesagt hat Meyer dem FCL-Aufstiegstrainer von 2006, René van Eck. Kriens-Coach Bruno Berner bleibt offenbar beim Challenge-Ligisten.