Neuer Trainer: FCL führt finale Gespräche 

Nach René van Eck soll auch Bruno Berner nicht nächster Luzern-Trainer werden. Wird es Guillermo Abascal? Vieles deutet auf den Spanier hin.

Daniel Wyrsch
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Der 30-jährige Guillermo Abascal (im Bild noch Trainer in Lugano) soll mit dem FC Luzern finale Gespräche führen.

Der 30-jährige Guillermo Abascal (im Bild noch Trainer in Lugano) soll mit dem FC Luzern finale Gespräche führen. 

Gabriele Putzu/Keystone (Lugano, 10. April 2018)

Offizielles Ziel des FC Luzern auf der Suche nach dem Nachfolger für Thomas Häberli ist immer noch: Den neuen Trainer vor dem Start zur Vorbereitung am kommenden Freitag, 3. Januar 2020, zu präsentierten.

Allerdings könnte die Vorstellung des neues FCL-Übungsleiters früher stattfinden. Denn am Montag wurden an der Verwaltungsratssitzung Präsident Philipp Studhalter und Vizepräsident Josef Bieri wie auch die zurückgetretenen Verwaltungsräte Bernhard Alpstaeg, Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber von Sportchef Remo Meyer und Chefscout Pasquale de Simone über das Trainerauswahlverfahren informiert.

Kein Zufall bekam anderntags René van Eck Bescheid von Remo Meyer, dass er nicht der neue FCL-Trainer wird. Der 53-jährige Holländer zeigte sich verärgert, weil er den Zeitpunkt dieser Absage – am Nachmittag von Heiligabend – unglücklich fand. Gar nicht schlucken mochte er, dass er von Meyer keine Begründung für die Absage erhielt. Erfolglose Bewerber mögen nun einwenden, diese Art der Praxis sei in der Wirtschaft inzwischen gang und gäbe.

Van Eck und Berner wurden eingeladen zum Gespräch

Doch im Fall des langjährigen Luzerner Spielers und Aufstiegstrainers von 2006 muss präzisiert werden: Van Eck hatte sich nicht beworben, er wurde von Meyer kontaktiert und zum Gespräch nach Luzern eingeladen inklusive Flugticket Amsterdam – Zürich retour. «Da hätte ich doch erwarten dürfen, dass mir Remo Meyer erklärt, warum ich nicht der passende Trainer bin?», fragt van Eck rhetorisch.

Bei Bruno Berner war die Ausgangslage ähnlich. Der erfolgreiche Krienser Challenge-League-Coach wurde kurz nach Häberlis Entlassung am 16. Dezember kontaktiert und zum Gespräch bestellt, nachdem der SCK dafür die Freigabe gegeben hatte. Nun soll auch Bruno Berner aus dem Rennen um den Job als FCL-Coach sein. Kriens-Präsident Werner Baumgartner bestätigte gestern Abend aber nicht, dass Berner im Kleinfeld bleibt. «Zum Thema kann im Moment nur der FCL Auskunft geben, da der SCK bis auf weiteres nichts dazu zu kommentieren hat», so Baumgartner.

In finalen Gesprächen befindet sich der FCL demnach mit einem sprachgewandten und im Umgang mit einem multikulturellen Team gewohnten Coach. Dabei dürfte es sich um Ex-Lugano-Trainer Guillermo Abascal handeln. Der 30-jährige Spanier ist Nachwuchschef von Ascoli.