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Neuer Trainer, neuer Schub: Diese EVZ-Spieler blühen unter Dan Tanges auf

Trainer Dan Tangnes soll im EV Zug nicht nur die jungen Spieler weiterbringen, sondern auch die gestandenen Profis. Fünf Beispiele illustrieren: Der Trainer ist auf einem guten Weg.
Sven Aregger
Zugs Cheftrainer Dan Tangnes (links) feiert mit Routinier Fabian Schnyder den Cup-Sieg. (Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone (Rapperswil-Jona,)

Zugs Cheftrainer Dan Tangnes (links) feiert mit Routinier Fabian Schnyder den Cup-Sieg. (Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone (Rapperswil-Jona,)

Trainer Dan Tangnes war im Sommer mit der Vorgabe nach Zug gekommen, die Nachwuchsstrategie des Klubs voll und ganz mitzutragen. Der Norweger soll Eigengewächse kontinuierlich im National-League-Team einbauen – ein Anliegen, das Vorgänger Harold Kreis nur halbherzig befolgte. Unter Tangnes haben sich Talente wie Stürmer Sven Leuenberger (19) und Verteidiger Livio Stadler (20) weiterentwickelt.

Bei der Verpflichtung des neuen Trainers liess die Zuger Führung aber mit Nachdruck durchblicken, dass es längst nicht nur um die jungen Spieler gehe, auch gestandene Profis sollten Fortschritte machen. Den EVZ-Verantwortlichen war nicht entgangen, dass in der letzten Saison der eine oder andere Leistungsträger stagniert hatte. Die jungen Talente fördern und gleichzeitig die arrivierten Kräfte weiterbringen? Es klang nach einer Herkulesaufgabe für den 39-jährigen Tangnes. Doch kurz vor Ablauf der Qualifikation lässt sich sagen: Tangnes hat diese Aufgabe bisher mit bemerkenswertem Erfolg gemeistert. Insbesondere die Schweizer Spieler präsentieren sich in blendender Verfassung, so dass die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle der Ausländer während der Saison nur marginal ins Gewicht fielen.

Captain Diaz: «Kleinigkeiten werden sofort verbessert»

Einer, der unter Tangnes zu alter Stärke zurückgefunden hat, ist Captain Raphael Diaz. Die 33-jährige Identifikationsfigur ist nach einer durchwach­senen Saison wieder der unumstrittene Abwehrchef. Und noch nie war er so ­torgefährlich: Zwölfmal hat er bereits ­getroffen. Diaz sagt, dass sich der Coaching-Staff mit jedem einzelnen Spieler befasse. Vor den Teamtrainings stehen individuelle Übungssequenzen an, wo die Stürmer und Verteidiger gezielt an Details arbeiten.

Raphael Diaz blühte beim EVZ unter Trainer-Tanges auf. (Bild: KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Raphael Diaz blühte beim EVZ unter Trainer-Tanges auf. (Bild: KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Diaz sagt: «Kleinigkeiten werden sofort verbessert.» Zur Veranschaulichung werden die Trainings regelmässig gefilmt. Mit den Aufnahmen, die auf einem Tablet abgespielt werden können, geben die Coaches den Spielern während des Trainings erste Feedbacks. Gerade als zu Saisonbeginn das neue Spielsystem einstudiert wurde, kamen häufig Videos zum Einsatz. «Das ist eine gute Sache, in Nordamerika wird schon lange so gearbeitet», sagt der frühere NHL-Profi Diaz. Er betont: «Es braucht einen guten Mix zwischen Eigenverantwortung und der Hilfe der Trainer. Man kann als Spieler immer Fortschritte machen, aber es fängt bei jedem selber an.»

Neben Raphael Diaz sind unter anderem folgende routinierte Profis unter Tangnes aufgeblüht:

Sven Senteler: Der Zürcher erlebte 2017/2018 eine Saison zum Vergessen, nun ist er mit 16 Treffern teamintern der zweitbeste Torschütze. Senteler strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Dem 26-Jährigen kommt entgegen, dass er wieder als Center spielen darf – in dieser Rolle fühlt er sich wesentlich wohler als auf der Flügelposition. Es ist massgeblich sein Verdienst, dass der EV Zug über eine schlagkräftige vierte Linie verfügt. Senteler spielt die beste Saison seiner Karriere.

Santeri Alatalo: Wie Senteler war auch der Finne mit Schweizer Lizenz noch nie besser. Alatalo ist nach Diaz der spielstärkste Verteidiger im Team, seine Qualitäten im Aufbau sind für den EVZ unverzichtbar. Mit 22 Skorerpunkten (9 Tore/13 Assists) hat er seine persönlichen Bestmarken von je 15 Punkten in den Saisons 2016/2017 und 2013/14 bereits übertroffen. Der 28-Jährige erhält in Zug die meiste Eiszeit und ist sowohl im ­Power- als auch im Boxplay eine Waffe.

Reto Suri: Nach zwei mageren Saisons standen die Zeichen im vergangenen Sommer auf Abschied. Suri war sich mit Lugano einig, aber der EVZ legte schliesslich sein Veto ein, obschon eine weitere Zusammenarbeit nicht viel Gutes verhiess. Doch Musterprofi Suri strafte die Skeptiker Lügen, er übernahm mehr Verantwortung und ist so etwas wie der emotionale Leader der Mannschaft. Der 29-jährige Flügel weist mit 31 Punkten nach Lino Martschini (39 Punkte) die zweitbesten Zuger Skorerwerte auf. Nach sieben Saisons würde er sich gerne mit dem Meistertitel verabschieden – es zieht ihn definitiv nach Lugano.

Reto Suri jubelt nach dem Cup-Sieg mit dem Pokal. (Bild: Stefan Kaiser, 03. Februar 2019)

Reto Suri jubelt nach dem Cup-Sieg mit dem Pokal. (Bild: Stefan Kaiser, 03. Februar 2019)

Tobias Stephan: Auch auf den Goalie gab es im Sommer bereits Abgesänge, nachdem Zug die Verpflichtung des SCB-Torhüters Leonardo Genoni auf die nächste Saison hin bekanntgegeben hatte. Der Frage war: Kann sich Stephan noch zu Höchstleistungen motivieren? Die Antwortist eindeutig: Ja, er kann. Bis zu seiner Beinverletzung spielte Stephaneine formidable Qualifikation, vielleicht gar seine beste. Das hat auch damit zu tun, dass Trainer Tangnes ihm bei Doppelrunden Erholungspausen verordnete und dem ebenfalls überzeugenden Back-up Sandro Aeschlimann mehr Einsätze gewährte. Der 35-jährige Stephan, der nach Saisonende zum Lausanne HC wechselt, soll auf die Playoffs wieder komplett fit sein. Zur Krönung seiner Karriere fehlt nur noch eines: der Meistertitel.

Klingberg kehrt gegen Ambri zurück

Carl Klingberg wird heute im Heimspiel gegen Ambri erstmals seit seiner am 30. November erlittenen Halswirbelverletzung wieder in der National League spielen. Der schwedische Flügel gab sein Comeback am Freitag in der Swiss League, wo er der EVZ Academy mit einem Tor und einem Assist zu einem 3:1-Sieg gegen die GCK Lions verhalf. Der Sieg erwies sich als wertvoll, zumal die Academy nun in den Playoffs steht. (ars)

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