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Neymar hat die Haare wieder schön

Gegen wen spielt eigentlich Brasilien? Vor dem heutigen Gruppenspiel (14 Uhr, SRF zwei) dreht sich nichts um Gegner Costa Rica, sondern alles um Neymar. Genauer gesagt: um seine neue Frisur.
Neymar wirkt entspannt während des Trainings. Bild: Buda Mendes/Getty (St. Petersburg, 21. Juni 2018)

Neymar wirkt entspannt während des Trainings. Bild: Buda Mendes/Getty (St. Petersburg, 21. Juni 2018)

Das Schicksal Brasiliens von einem gewissen Dailson dos Reis abhängig zu machen, wäre übertrieben. Der Mann hat seine Stärken schliesslich mit der Schere und nicht am Ball. Denn: «Nariko», so sein Spitzname, ist Friseur. Und sein wichtigster Kunde heisst: Neymar (Bild).

Nun schwören vor allem Frauen auf diese befreiende Wirkung einer neuen Haarpracht. ­Irgendwie, so das allgemeine Grundgefühl, könne man dadurch Kummer hinter sich lassen, Altlasten von sich werfen. Wahrscheinlich ergeht es Neymar nicht anders. Oder ist es etwa ­reiner Zufall, dass er just nach dem jüngsten Termin bei Nariko von einer neuen Leichtigkeit schwärmt? «Ich habe mich sehr wohl gefühlt, mit meinem Fuss ist alles wieder in Ordnung», sagte der 26-Jährige, der mit seiner viel beachteten Spaghetti-Frisur viral gegangen war. Neymars Löckchen leuchten zwar immer noch blond, sie sind nun aber deutlich kürzer. Und ja, dank der Arbeit des extra in Russland weilenden Nariko schaut Neymar wieder recht chic aus.

Coutinho: «Neymar ist die Zielscheibe»

Nariko wird der Seleção im Kampf um den WM-Achtelfinal aber nicht helfen können. Gegen Costa Rica müssen es die Südamerikaner heute schon selbst richten. «Unsere Erwartungen an das Spiel sind sehr hoch», sagte Neymar. «Ich hoffe natürlich, dass wir besser auftreten als zum Auftakt.» Denn mit den harten Attacken seiner Schweizer Gegenspieler hatte Neymar grosse Probleme, seine Fähigkeiten kamen beim 1:1 kaum zur Entfaltung. Die ständigen Angriffe hinterliessen so sehr Spuren, dass er das Training am Dienstag wegen Schmerzen im rechten Sprung­gelenk hatte abbrechen müssen.

Der Star von Paris St. Germain gab dann aber Entwarnung. Neymar wird spielen. Dass der Gegner vor allem wieder ihn aus dem Spiel nehmen will, davon sind Neymars Teamkollegen überzeugt. Philippe Coutinho sagte: «Neymar ist die Zielscheibe.» Nicht zuletzt dank Coutinho verfügt Brasilien über derart viele Einzelkünstler, dass auch ein «Ausfall» ihrer Nummer zehn kompensierbar wäre. (sid)

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