Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Nicole Büchlers beschwerlicher Weg zurück nach der Babypause

Am Spitzenleichtathletik Luzern steht die Stabhochspringerin nach ihrer Mutterpause wieder am Start. Ihr Comeback in Luzern missrät allerdings.
René Barmettler
Nicole Büchlers Auftritt scheitert auf der Höhe von 4,36 Metern. Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Luzern, 9. Juli 2019)

Nicole Büchlers Auftritt scheitert auf der Höhe von 4,36 Metern. Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Luzern, 9. Juli 2019)

Die Stabhochspringerin Nicole Büchler nahm einen dritten Anlauf auf die Höhe von 4,36 Meter. Aufmunterndes Klatschen des Luzerner Publikums, ein langes Warten, dann der Anlauf. Es folgte ein enttäuschendes «Aaaahhh!». Die Bielerin hatte abgebrochen, lief unter der Latte durch – der Wettkampf war für sie vorbei. Ihre gewertete Höhe blieb bei 4,26 stehen. Sie sprang sogar zehn Zentimeter weniger als die 19-jährige Juniorin Andrina Hodel (LC Frauenfeld), die nun sogar die Junioren-Bestenliste Europas anführt. «Es ist mir gar nicht gelaufen», sagte die 35-Jährige. «Es ist frustrierend, doch es zeigt auf, wo ich momentan stehe. Jetzt heisst es: Zurück ins Training.»

Büchler wurde im Oktober 2018 Mutter von Sohn Flynn, ihr gehegter Wunsch nach einer Familie ging in Erfüllung. Am mutmasslich letzten Ziel ihrer Karriere, die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, soll sich nach ihrer Mutterschaftspause nichts ändern.

Der Weg zurück erweist sich aber als äusserst beschwerlich. Die Technik ging abhanden, die Rumpfmuskulatur bildete sich zurück. «Ich habe mir die Rückkehr leichter vorgestellt und viel an Schnellkraft verloren», sagte die Schweizer Rekordhalterin (4,80 Halle, 4,78 Freiluft). 2016 wurde die Berner Seeländerin Vierte bei den Hallen-WM und Sechste an den Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. 2017 gelang es ihr, als erste Schweizerin an einem Diamond-League-Meeting (Stockholm) zu gewinnen. Jetzt hat sie wieder auf Vollprofi-Betrieb umgestellt, «auch wenn es organisatorisch eine Herausforderung ist, jemand muss schliesslich während meiner Abwesenheiten auf das Kind aufpassen.» Sie fühlt sich trotz des Rückschlages und des Frustes in Luzern im Fahrplan für die kommenden Olympischen Spiele. «Daran habe ich keine Zweifel», sagte sie, und gab auf die Frage, ob sie im 2020 wieder die Alte sei, «ich hoffe es» zur Antwort.

Auch Noemi Zbären 
kämpft sich wieder zurück

Auch die Langnauer Hürdenläuferin Noemi Zbären befindet sich auf dem Weg zurück in die Wettkämpfe. Allerdings nicht nach einer Mamipause. In den vergangenen drei Jahren hatte die 25-Jährige viel Pech zu beklagen. Hüftentzündung, Kreuzbandriss und Muskelfaserrisse warfen die aufstrebende Emmentalerin immer wieder zurück. Nach ihrem Auftritt in Luzern konnte sie endlich wieder lächeln. 13,43 Sekunden standen auf der Uhr trotz Gegenwind: Noch fehlen ihr 39 Hundertstel zu ihrer persönlichen Bestzeit (13,04). «Ich habe mich recht gut geschlagen», konstatierte sie. Auf die Siegerin und bisher jahresschnellste Nigerianerin Tobi Amusan (12,89) verlor Zbären, Achte und Letzte des Laufes, 54 Hundertstel. Damit war sie sichtlich zufrieden. «Nach drei Jahren Absenz brauche ich möglichst viele Rennen», sagte sie, die noch einiges an Potenzial beim Start sieht. Doch das Funkeln in Noemi Zbärens Augen ist wieder zurück.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.