NLA-Unihockey
Zug United und Ad Astra Sarnen verlieren ihre Partien klar

Zug United unterliegt in der zweitletzten Runde der Master Round den Grasshoppers Zürich mit 4:8. Ebenso diskussionlos verliert Ad Astra Sarnen in der Challenge Round.

Ruedi Burkart
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Ratlose Zuger Gesichter: Am Samstag gegen GC kamen die Zentralschweizer nicht auf Touren.

Ratlose Zuger Gesichter: Am Samstag gegen GC kamen die Zentralschweizer nicht auf Touren.

André Düsel (Zug, 27. Februar 2021)

In ihrem letzten Heimspiel vor dem Beginn der Playoff-Viertelfinals waren die Zuger chancenlos. Gegen den neuen Leader Grasshoppers setzte es eine diskussionslose 4:8-Niederlage ab. Der Mist war schon kurz nach Spielhälfte geführt, als die Zürcher durch Nationalspieler Joel Rüegger mit 4:1 in Führung gingen. In der Tabelle bleibt die United vor dem letzten Durchgang der Master Round auf dem fünften Rang. «GC hat uns die Grenzen klar aufgezeigt. Wir werden das Matchvideo ganz genau analysieren», meinte Zug-Captain Tim Mock. Klar wurde an diesem Abend, dass die Zuger Offensivmaschinerie ohne Topskorer André Andersson allzu leicht ins Stottern gerät. Der Schwede überdehnte sich im Donnerstagstraining bei einem Zusammenstoss mit Mock an einem Fuss die Bänder und musste pausieren.

Zug verlängert mit mehreren Stammkräften

Die Niederlage gegen die Stadtzürcher wurde angesichts der positiven Neuigkeiten aus dem Zuger Umfeld Ende letzter Woche fast schon zur Nebensache. Wie der Verein vermeldete, konnte er gleich mit mehreren Stammkräften die Ende Saison auslaufenden Verträge verlängern. So haben sich Verteidiger Manuel Staub (25), Stürmer Adrian Furger (25) und Captain Tim Mock (23) für eine Zukunft in Zug entschieden. Auch die schwedische Offensivfraktion bleibt am Zugersee. Alexander Hallén verlängerte jüngst um ein Jahr (wir berichteten), André Andersson hat einen weiterlaufenden Vertrag. Und wahrscheinlich wird Alex Larsson nach seiner Genesung – zurzeit ist er mit einem Kreuzbandriss out – ebenfalls noch eine Saison anhängen. Zugs Sportchef Bruno Schelbert sagte: «Nach der Verpflichtung von Antti Ruokonen als neuen Headcoach setzen wir mit den Vertragsverlängerungen unserer Stammspieler ein wichtiges Zeichen für die Zukunft.»

Die unmittelbare Zukunft für Zug ist die kommende letzte Begegnung in der Master Round am nächsten Sonntag, 7. März, auswärts gegen Köniz. Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Es könnte durchaus nicht das letzte Kräftemessen mit den Bernern in der laufenden Saison sein. Ein Aufeinandertreffen im Playoff-Viertelfinal ist möglich. So wie jedes Jahr seit dem Aufstieg der Zuger im Frühling 2017. Zweimal blieben die Zentralschweizer gegen Köniz chancenlos, im vergangenen Winter lagen sie in der Serie mit 2:1 nach Siegen in Führung. Dann wurde die Saison bekanntermassen wegen der Coronapandemie abgebrochen.

Sarnen und die offene Trainerfrage

In der Challenge Round verlor Ad Astra Sarnen auswärts gegen Uster mit 6:11. Ein schwaches Startdrittel stand am Ursprung der Niederlage, nach gerade mal 14 Minuten lagen die Obwaldner mit 0:4 in Rückstand. Viel besser wurde es in der Folge nicht. 3:8 aus Sicht von Sarnen lautete das Resultat kurz vor Ende des zweiten Drittels, immerhin gelang noch Resultatkosmetik. «Sechs Tore auswärts sind gut, aber in der Defensive waren wir schlicht nicht bereit», fasste Sarnens Cornel von Wyl die Leistung zusammen. Ad Astra bleibt somit nach 15 Runden auf dem 12. und letzten Tabellenplatz und wird die Saison 2020/21 dort auch beenden. Egal, wie die abschliessende Partie am kommenden Sonntag gegen die Tigers Langnau ausgehen wird. Noch keine Entscheidung gefallen ist in der Trainerfrage. Bleibt Michal Rybka der Chef an der Bande? Der Tscheche ersetzte Anfang Januar Headcoach Eetu Vehanen, der aufgrund gesundheitlicher Probleme kürzertreten musste. «Wir würden uns freuen, wenn Michal bleiben würde», so von Wyl.