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Noch ohne Sieg und schon früh in arger Bedrängnis

Grossklubs wie Real Madrid, Inter Mailand und Tottenham Hotspur sind schlecht in die Champions-League-Saison gestartet. In der dritten Runde müssen sie nun Farbe bekennen.
Markus Brütsch
Muss liefern: Zinédine Zidane, Trainer von Real Madrid (Bild: key).

Muss liefern: Zinédine Zidane, Trainer von Real Madrid (Bild: key).

In Paris von einem ersatzgeschwächten PSG 0:3 abgetischt, zu Hause vom belgischen Aussenseiter Club Brügge mit einem 2:2 in Schach gehalten – für den Krösus Real Madrid mit 13 Titeln aus Meistercup und Champions League ist die Lage vor dem dritten Spieltag und dem Gang zu Galatasaray bereits ungemütlich. Eine Niederlage heute Abend am Bosporus würde sie gar dramatisch werden lassen und den Druck auf den angeschlagenen Trainer Zinédine Zidane noch einmal erhöhen. Nach dem schlechtesten Start in die Königsklasse in der Geschichte Reals sagt der Franzose: «Uns hilft nur ein Sieg.» Hatte er in seiner ersten Zeit als Real-Trainer noch 70 Prozent der Spiele gewonnen, ist dieser Wert seit seiner Rückkehr im März auf 50 Prozent gesunken.
Gegen Mallorca hatte Zidane am Samstag mit Blick auf den Istanbul-Trip nur ein B-Team auf den Platz geschickt. Was prompt mit der ersten Meisterschaftsniederlage bestraft wurde; 0:1 gegen den Drittletzten und den Verlust der Tabellenführung an den Rivalen FC Barcelona. Immerhin: Zurückkehren ins Team wird Eden Hazard, der auf Mallorca gefehlt hatte, weil er zum vierten Mal Vater wurde.

Inters Spiele der Wahrheit gegen Borussia Dortmund

Im San Siro mit einem glückhaften 1:1 (Ausgleich in der 92. Minute!) gegen Slavia Prag gestartet, dann in Barcelona unglücklich 1:2 verloren – die neue Spielzeit in der Champions League hätte für Inter Mailand besser beginnen können. Klar ist: Die beiden Partien gegen Borussia Dortmund morgen in Mailand und zwei Wochen später in Deutschland stellen die Weichen, ob Inter in der Königsklasse überwintert oder wie in der letzten Spielzeit in die Europa League hinuntergereicht wird. Aber: Inter, das erstmals seit 25 Jahren gegen Dortmund spielt, ist gegen deutsche Gegner seit sechs Partien sieglos.
Nachdem der Meisterschaftsstart in der Serie A unter dem neuen Trainer Antonio Conte mit sechs Siegen makellos gelungen war, musste Inter dann im eigenen Stadion gegen Juve erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der Meister war besser und gewann 2:1. Immerhin sind die Mailänder nun bei Sassuolo mit einem 4:3 zum Siegen zurückgekehrt. Conte sagt: «Unser Weg an die europäische Spitze ist noch weit.»


Runner-up Tottenham in Schwierigkeiten


Mit einem 2:2 bei Olympiakos Piräus und einer historischen 2:7-Heimschlappe gegen den FC Bayern ist Tottenham weit entfernt von den eigenen Ansprüchen ins internationale Geschäft eingestiegen. In Griechenland wurde ein 2:0-Vorsprung verspielt, und auch gegen die Bayern führten die Londoner 1:0, ehe Serge Gnabry mit vier Toren wie eine Dampfwalze über die Spurs rollte. Deshalb sind sie und ihr Trainer Mauricio Pochettino heute Abend im Heimspiel gegen Roter Stern gehörig unter Druck.
Natürlich, Tottenham ist auch in der letzten Saison mit nur einem Punkt in drei Spielen gestartet und später sogar noch in den Final gegen den FC Liverpool (0:2) eingezogen, aber dass es auch diesmal gut kommt, ist trotz der schlagbaren Konkurrenz aus Piräus und Belgrad nicht so sicher. Denn auch in der Premier League ist Tottenham bisher überhaupt nicht in die Gänge gekommen. Am Samstag rettete Dele Alli zwar im Heimspiel gegen den FC Watford noch einen Heimpunkt, ein Befreiungsschlag aus dem beunruhigenden Formtief aber sieht anders aus.

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