NOTTWIL - ZUG 33:27: Silvia Häfliger führt Spono Nottwil zum Erfolg

Spono schlägt Zug erneut und zieht in den Final um den Schweizermeistertitel ein. Der Sieg war derart souverän, dass Nottwil-Trainer Peter Joller nun sogar mit dem Titel liebäugelt.

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Silvia Häfliger war von den Zugerinnen kaum zu stoppen. (Bild: M. Christen/Neue LZ)

Silvia Häfliger war von den Zugerinnen kaum zu stoppen. (Bild: M. Christen/Neue LZ)

«Die Freude und die Erleichterung sind riesig. Das war richtig anstrengend.» Spono-Spielmacherin Silvia Häfliger strahlte übers ganze Gesicht, als sie das eben beendete Geschehen Revue passieren liess. Nottwil hatte den LK Zug auch im zweiten Playoff-Halbfinal geschlagen (33:27) und die Best-of-3-Serie damit für sich entschieden.

War die erste Partie in Zug am vergangenen Samstag (29:26 für Spono) noch sehr umstritten gewesen, liess Nottwil gestern vor 650 Zuschauern nie Zweifel über den Sieger aufkommen. Die Gastgeberinnen waren von Beginn an dominant und bewegten sich mit spielerischer Leichtigkeit durch die Zuger Abwehr.

13 Tore - Häfliger blüht auf
Ein Sonderlob attestierte Joller dabei seiner Regisseurin Häfliger, «sie war hervorragend». Die 22-Jährige aus Grosswangen war nicht zu halten, stiess mit ihrer Schnelligkeit immer wieder in die Lücken der gegnerischen Abwehr und hatte am Ende 13 Treffer auf dem Konto.

«In solchen Spielen mit so viel Publikum blühe ich auf», erklärte sie. Und die Primarlehrerin fügte mit einem Lächeln an. «Zum Glück sind Schulferien, ich hätte mich vor dem Spiel auf nichts konzentrieren können. Die Kinder hätten machen können, was sie wollen.»

Joller: «Kein Grund zur Ehrfurcht»
Ob für Spono im Final gegen Rekordmeister Brühl (26 Titel) mehr drinliegt, als ein ehrenvoller zweiter Platz, wird sich ab dem 2. Mai in einer weiteren Best-of-3-Serie weisen. «Es gibt keinen Grund, in Ehrfurcht zu erstarren», hielt Joller mit herausforderndem Blick fest.

Stephan Santschi

Spono Nottwil - Zug 33:27 (19:13)
SPZ. – 650 Zuschauer. – SR Brianza/Lämmler.

Torfolge: 1:0, 3:3, 6:3, 11:8, 15:8, 19:13; 21:15, 21:17, 25:17, 27:19, 28:21, 28:24, 30:24, 30:27, 33:27.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Spono, 4-mal 2 Minuten plus rote Karte für Eckenfels (59. Notbremse) gegen Zug.

Spono Nottwil: Huber; Ineichen (2), Furrer (6), Häfliger (13/6), Dinkel (7/2), Nicole Willimann, Andrea Willimann (2); Dahinden, Frey, Bachmann (3/1), Leuppi.

LK Zug: Lanz/Erni (ab 31.); Gisler (5), Ramseier (2), Petrig (9/5), Eckenfels (7), Sandra Bär, Geissmann (4); Scherer, Albrecht, Claudia Bär, Stücheli.

Bemerkungen: Spono komplett, Zug ohne Portmann, Rosen, Schwander (alle verletzt). Verhältnis verschossener Penaltys: 2:3.

NLA, Playoff
Halbfinal. 2. Spiel. Mittwoch: Spono Nottwil - Zug 33:27 (19:13); Stand 2:0.

Final (Best of 3): LC Brühl - Spono Nottwil (Samstag, 2. Mai), Spono Nottwil - LC Brühl (Mittwoch, 6. Mai). – eventuell: LC Brühl - Spono Nottwil (Samstag, 9. Mai).