Nun bezwingt der EV Zug auch noch die Rapperswil-Jona Lakers 

Der EVZ bezwingt die Rapperswil-Jona Lakers auswärts mit 4:1. Dies ist der erste Sieg gegen die Sankt Galler im vierten Anlauf (inklusive Cup).

René Barmettler
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Yannick-Lennart Albrecht (Zug) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 für den EV Zug.

Yannick-Lennart Albrecht (Zug) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 für den EV Zug.

Freshfocus, Thomas Oswald

Der EV Zug ist derzeit fleissig daran, seine Pendenzenliste abzutragen. Am Freitag hatte er erstmals diese Saison den HC Davos bezwungen (4:2), am Samstag folgte der nächste Gegner, gegen den es bislang noch keine Siege zu feiern gab. Im vierten Anlauf (inklusive Cup) gelang es den Zentralschweizern erstmals, Rapperswil-Jona zu bezwingen. Nun befindet sich nur noch ein Team auf der Liste, das es für die Zuger zu schlagen gilt: Fribourg-Gottéron. Gegen diese Equipe verlor Zug im heimischen Stadion in einer turbulenten Schlussphase mit 0:4.

Wie zu erwarten war, benötigte es gegen die gewohnt aufsässigen Sankt Galler eine Fleissleistung. Diese lieferte der EVZ ab und ging bereits in der dritten Minute 1:0 in Führung. Yannick-Lennart Albrecht brauchte den Puck nur noch über die Linie zu schieben, weil Rapperswil-Goalie Noël Bader, der den kranken Stammgoalie Melvin Nyffeler vertrat, einen harmlosen Schuss von EVZ-Captain Raphael Diaz unter den Schonern passieren liess. Zwar schlug Rapperswil zurück, als Carl Klingberg auf der Strafbank Platz nehmen musste: Casey Wellman ging vergessen, dieser glich in der 7. Minute aus. Kurz vor Drittelspause traf auch Zug in seinem ersten Überzahlspiel: Grégory Hofmann erzielte seinen 18. Meisterschaftstreffer. Gerade er musste sich trotz dieses Tores an der Nase nehmen: Der Topstürmer verpasste es vor der zweiten Sirene, die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Fünf gute Gelegenheiten liess er ungenutzt, ehe Carl Klingberg 68 Sekunden vor der zweiten Pause einen Schuss von Johann Morant ins Netz zum 3:1 ablenkte. Hofmann hätte dafür sorgen können, dass der EVZ für einmal einen geruhsameren Abend hätte einziehen können.

Leonardo Genoni hat erstmals die 90-Prozent-Hürde geknackt

26 ihrer insgesamt 32 Punkte hatten die Rapperswiler im heimischen Stadion erspielt, diesmal waren sie gegen Zug erstmals überfordert. Dank konsequenter Verteidigungsarbeit lief Zug kaum einmal Gefahr, dieses Spiel zu verlieren. Auch dank Leonardo Genoni: Der Goalie, der Zug zum Meistertitel «hexen» soll, kommt immer besser in Fahrt. Hatte er zu Saisonbeginn eine desaströse Fangquote von 84 Prozent zu gewärtigen, schaffte er es nach seiner 21. Meisterschaftspartie, dank 26 von 27 gehaltenen Schüssen die 90-Prozent-Hürde erstmals in dieser Saison zu knacken und steht inzwischen bei 90,02 Prozent.

Im Schlussabschnitt brachte Zug den Sieg ins Trockene, Klingberg doppelte mit einem weiteren Ablenker nach zum 4:1 (51.). In der Tabelle hatte dieser Sieg ebenfalls Auswirkungen. Die Zuger rückten bis auf einen Punkt auf Leader ZSC Lions auf – mit zwei ausgetragenen Spielen weniger, notabene. Die Zuger sind dank 1,89 Punkten pro Spiel virtueller Leader vor Davos (1,82) und den Zürchern (1,8). Neun Punkte aus den drei Partien der abgelaufenen Woche gaben den Ausschlag. «Diese drei Punkte gegen Rapperswil geben uns ein gutes Gefühl», sagte EVZ-Verteidiger Dominik Schlumpf nach der Partie. «Nicht alles war rosig. Doch es gelang uns dank konsequenter Defensivarbeit, das Tempo aus dem Spiel der Rapperswiler zu nehmen.»

Am Montag (19.45), in der ausverkauften Bossard-Arena, spielt der EV Zug noch das letzte Spiel dieses Kalenderjahres. Ein Sieg gegen den SC Bern wäre beim Jahresabschluss die Krönung eines insgesamt gelungenen Jahres. Ausserdem lautet die Saison-Siegbilanz gegen den Meister 2:0 für Zug. Trotzdem erwartet Dominik Schlumpf auch gegen diesen Gegner ein weiteres hartes Spiel: «Da kommt sicher etwas auf uns zu. Falls wir erneut so kompakt spielen wie zuletzt, sehe ich diesem Spiel positiv entgegen.» Bern hat nach dem Goaliewechsel von Schlegel zu Karhunen eine Serie von fünf Siegen hingelegt, die am Samstag von Ambri-Piotta (3:2 nach Penaltys) jedoch gestoppt wurde.

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)
4121 Zuschauer. - SR Lemelin/Fluri, Altmann/Dreyfus. - Tore: 3. Albrecht (Diaz) 0:1. 7. Wellman (Clark/Ausschluss Klingberg) 1:1. 20. (19:11) Hofmann (Thorell, Alatalo/Ausschluss Schmuckli) 1:2. 39. Klingberg (Morant) 1:3. 51. Klingberg (Schlumpf, Kovar) 1:4. - Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 5-mal 2 Minuten gegen Zug.
Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Egli, Randegger; Vukovic, Schmuckli; Hächler, Maier; Gurtner, Dufner; Clark, Cervenka, Forrer; Wellman, Rowe, Schlagenhauf; Loosli, Dünner, Rehak; Hüsler, Ness, Eggenberger.
Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Zehnder; Langenegger, Albrecht, Leuenberger.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Schneeberger (gesperrt), Casutt, Mosimann, Profico, Simek, Fabio Hollenstein, Schweri (alle verletzt), Nyffeler und Kristo (beide krank), Zug ohne Bachofner, Stadler, Schnyder, Zgraggen, Bougro (alle verletzt), Stoffel und Luca Hollenstein (U20-WM).