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Obwaldner Schwinger Benji von Ah überrascht - der Routinier ist zurück

Der 32-jährige Giswiler Benji von Ah überrascht am Innerschweizer Schwingfest.
Claudio Zanini
Der frische und ausgeruhte Benji von Ah bezwingt in Flüelen sogar Topfavorit Pirmin Reichmuth. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 7. Juli 2019)

Der frische und ausgeruhte Benji von Ah bezwingt in Flüelen sogar Topfavorit Pirmin Reichmuth. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 7. Juli 2019)

Man müsse Benji von Ah immer auf der Rechnung haben, sagte der ehemalige Spitzenschwinger Philipp Laimbacher im Fernsehstudio. An einem normalen Tag ist diese Aussage nicht bedeutender als «Abgerechnet wird erst am Abend» (Nick Alpiger), «Ich nehme Gang für Gang» (Pirmin Reichmuth) oder «Es gibt keine einfachen Gegner hier» (SRF-Experte Matthias Sempach).

Einen mehrfachen eidgenössischen Kranzgewinner wie Benji von Ah nimmt man nur schon immer auf die Rechnung, weil man seinen Palmarès respektiert. Doch vor dem Teilverbandsfest in Flüelen wäre niemand auf die Idee gekommen, Benji von Ah tatsächlich für den Favoritenkreis zu nominieren. Zu uninspiriert wirkten seine jüngsten Auftritte. Bei seinem letzten Einsatz Ende Mai am Ob-/Nidwaldner Kantonalen in Oberdorf brach der Giswiler nach drei Gängen das Fest ab. Im ersten Gang verlor er damals gegen Philipp Gloggner, es folgten zwei Gestellte, dann ging von Ah nach Hause. Knieschmerzen machten sich breit. «Man wird nicht jünger», sagte er. Die Schwingerzeitung «Schlussgang», durchaus für ihre Zurückhaltung bekannt, schrieb nach dem Fest, von Ah wirkte «etwas von der Rolle».

Ein Sieg gegen Pirmin Reichmuth

Nach sechswöchiger Wettkampfpause kehrte gestern aber ein ausgeruhter Benji von Ah auf den Schwingplatz zurück. Einer, der die Arbeit im Sägemehl mit ganz viel Freude anging. Gegen den Nordwestschweizer Roger Erb gewann er mit der Maximalnote. Im zweiten Gang folgte der nächste Plattwurf gegen Roger Bürli. Und im dritten Gang zeigte er, warum die Aussage von Philipp Laimbacher an diesem Sonntag keine Floskel war. Von Ah musste gegen den Topfavoriten Pirmin Reichmuth antreten und bettete diesen nach einem Fussstich ins Sägemehl. Ein Sieg, den Experten nicht für möglich gehalten hätten.

Von Ah wäre nicht von Ah, würde er nach einem solchen Erfolg nicht auch an die Kameraden denken. «Ich habe gegenüber den anderen heute vielleicht ein Vorteil, weil ich weniger Schwingfeste bestritt. Pirmin hatte viele Wettkämpfe in letzter Zeit. Vielleicht war er nicht ganz so spritzig. Aber bis zum Eidgenössischen wird er sicher wieder bereit sein.» Und Reichmuth sagte: «Es ist schön für unser Team, dass Benji wieder in einer solchen Verfassung ist.»

Zur Mittagspause stand von Ah an der Ranglistenspitze. Im vierten Gang folgte der nächste Sieg gegen Reto Fankhauser. Wegen einer Niederlage im fünften Gang gegen Nick Alpiger verpasste er schliesslich den Schlussgang. Er wäre zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Schlussgang am Innerschweizerischen gestanden. Den Kranz holte er dennoch sicher dank Rang 6b. Das ist in der Endabrechnung ein bemerkenswertes Ergebnis, zumal er im vergangenen Jahr in Ruswil leer ausging.

Zuger Talent van Messel ohne Erfolg

Komplett leer ging in Flüelen das Zuger Talent Noe van Messel aus. Der 17-Jährige, auf dem Stoos noch Dritter, verlor drei der ersten vier Gänge und verpasste den Ausstich. Von 14 angetretenen Eidgenossen konnte nur einer den Kranz nicht gewinnen: Der Rothenthurmer Alex Schuler hatte drei Gestellte und eine Niederlage auf dem Notenblatt und landete weit hinten in der Rangliste – auf Platz 15d.

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