OLYMPIA: «Es war ein unvergessliches Erlebnis»

Julia Scheuber schnupperte Olympia-Luft. Die Oberdorferin schwang im House of Switzerland den Kochlöffel.

Interview Matthias Piazza Interview Matthias Piazza
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Besonderes Erinnerungsfoto: Julia Scheuber (rechts) mit Olympiasiegerin Patrizia Kummer. (Bild: PD)

Besonderes Erinnerungsfoto: Julia Scheuber (rechts) mit Olympiasiegerin Patrizia Kummer. (Bild: PD)

Normalerweise arbeitet sie als Köchin im Seerestaurant Belvédère in Hergiswil. Während der Olympischen Winterspiele durfte Julia Scheuber (21) aus Oberdorf, die im vergangenen Jahr an der Berufs-WM die Bronzemedaille für die Schweiz gewann, in Sotschi kochen – während zweier Tage gar im House of Switzerland. Heute Mittwoch fliegt sie zurück in die Schweiz.

Mit welchen Eindrücken werden Sie in die Schweiz zurückkehren?

Julia Scheuber: Es war ein unvergessliches Erlebnis in Sotschi. Ich durfte viele neue Leute kennen lernen. Es war wieder eine spannende Erfahrung im Ausland, die ich mir mit meinem Beruf ermöglichen konnte. Ich durfte zwei Hockeyspiele sehen. Das war ein tolles Feeling, jeden Tag vor dem olympischen Feuer zu arbeiten. Das erlebt man nicht immer. Wir waren ein super Team mit einem grossen Anteil an Schweizern. Jetzt heisst es zusammenpacken und die Küche putzen.

Was war Ihre Aufgabe?

Scheuber: Ich war nur für zwei Tage im House of Switzerland. Die restlichen Tage arbeitete ich in der Production Pastry. Das heisst: Wir produzierten unter anderem fürs House of Switzerland, House of Canada und Norway.

Was gab es im House of Switzerland zu essen? Typische Schweizer Spezialitäten?

Scheuber: Es gab Magronen, Raclette, Wurst, Suppen, Kuchen, Take-away-Food. Die Gäste kamen Tag für Tag mit sehr gutem Feedback zurück.

Stimmt es, dass das Raclette so gut lief, dass der Käse nicht ausreichte?

Scheuber: Der Raclette-Käse war nach fünf Tagen aufgebraucht.

Waren unter den Gästen vor allem Schweizer oder auch Russen oder Leute aus anderen Nationen?

Scheuber: Die Gäste waren durchmischt, aber das House of Switzerland war ein Treffpunkt der Schweizer Fans.

Wie unterschied sich die Arbeit in Sotschi von Ihrem regulären Arbeitsplatz in Hergiswil?

Scheuber: Als wir vor einem Monat ankamen, stand noch nichts. Die Lebensmittel kamen meistens mit grosser Verzögerung an oder gar nicht. Es war jeden Tag eine grosse Herausforderung.