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OLYMPISCHE SPIELE: IOC-Entscheid: Swiss-Olympic-Präsident ist verärgert

Der Präsident des Swiss Olympic ist enttäuscht und verärgert über den Entscheid des IOC im Fall Russland: «Es ist eine Ohrfeige für alle Nationalen Olympischen Komitees und alle Sportlerinnen und Sportler.»
Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, und Ralph Stoeckli, Missionschef, von links, am Dienstag, 19. Juli 2016. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, und Ralph Stoeckli, Missionschef, von links, am Dienstag, 19. Juli 2016. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Das IOC sperrt nicht alle russischen Athleten für Olympia. Am Sonntag wurde bekannt, dass er die internationalen Fachverbände entscheiden lässt. Nur die Leichtathleten bleiben ausgeschlossen.

Jörg Schild (Präsident Swiss Olympic) reagierte nach dem Entscheid des IOC am Sonntag:«Entscheidend an dem ganzen Fall ist, dass es sich in Russland nicht um Dopingvergehen einzelner Athletinnen und Athleten handelt. Es war eine konzentrierte und orchestrierte Aktion des Staates, sogar des Geheimdienstes und vor allem auch des Nationalen Olympischen Komitees. Nach dem jetzigen Entscheid des IOC bin ich erstaunt, enttäuscht und verärgert. Ich bin erstaunt, dass plötzlich nicht das IOC entscheiden will, sondern dass es die Entscheide den einzelnen Sportverbänden überlässt. Ich bin enttäuscht, dass das IOC in dieser Sache jegliche Führungsstärke vermissen lässt. Und ich bin verärgert darüber, dass das IOC selber nichts unternimmt, wenn Russland die anderen Nationalen Olympischen Komitees weltweit betrügt. Das IOC spricht ja immer von der Olympic Family. Und jetzt betrügt ein Familienmitglied alle übrigen Familienmitglieder auf eine so unglaubliche Weise. Was ist denn die Charta wert, wenn das IOC nicht jetzt daran denkt. Es ist eine Ohrfeige für alle Nationalen Olympischen Komitees und alle Sportlerinnen und Sportler.»

Auch Gian Gilli (früherer Chef der Mission Swiss Olympic) äusserte sich: «Der Entscheid hätte ja lauten müssen: Ausschluss der ganzen russischen Delegation. Wenn Doping in der ganzen staatlichen Organisation systematisch betrieben wird, muss man mit aller Härte und gnadenlos durchgreifen. Was passiert ist, ist wirklich gravierend. Gegen das Ja zum Ausschluss hätte nur gesprochen, dass es auch saubere Sportler getroffen hätte, die zum Teil in Sportarten aktiv sind, in denen Doping nichts bringt. Aber jetzt, wo das IOC die Verantwortung an die Sportverbände abgetreten hat, glaube ich, dass gar nichts passieren wird. Alle werden nach Rio fahren. Zudem ist die Zeit jetzt schon unglaublich knapp.»

Das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wollte den Entschei nicht kommentieren: «In Absprache mit Bundesrat Guy Parmelin kann ich Ihnen mitteilen, dass wir den Entscheid nicht kommentieren werden. Das IOC entscheidet gemäss ihren geltenden Richtlinien und den Entscheid haben wir nicht zu kommentieren.»

sda

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