Eine Millionen-Vision als Startzeichen für Läuferinnen und Läufer

Eine Million Kilometer sollen beim OneMillionRun zu Fuss absolviert werden. Mit dabei ist auch die Luzernerin Franziska Huwyler-Inauen, vierfache Siegerin des Swiss City Marathons in Luzern.

Jörg Greb
Drucken
Teilen
Franziska Inauen beim Zieleinlauf des Swiss City Marathon 2019.

Franziska Inauen beim Zieleinlauf des Swiss City Marathon 2019.

Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 27. Oktober 2019)

Mit Rennen, Walken, Spazieren mindestens 25-mal die Welt umrunden wollen die Schweizerinnen und Schweizer innert 48Stunden, genauer zwischen morgen Samstag, 0.00Uhr und Sonntag, 23.59:59Uhr. Summiert werden die zurückgelegten Lauf-Distanzen aller Teilnehmenden. Über eine App (www.onemillionrun.ch) werden die Werte erfasst. Jede und jeder kann mittun wann und wo sie/er will – nach den Regeln des BAG, Corona-konform also. Die Teilnahme ist gratis, wer will, kann einen Beitrag an die Schweizer Sporthilfe spenden.

Der Aufhänger der Aktion passt zum Termin: Die Schweiz aus dem Stillstand befreien. Lanciert wurde das Grossprojekt unter anderem von Weltklasse Zürich, der Schweizer Sporthilfe, Datasport und iRewind. Von etlichen Partnern wird es unterstützt.

Ein gemeinsamer Aufbruch

Teilnehmen wird auch die vierfache Siegerin des Swiss City Marathons Lucerne, Franziska Huwyler-Inauen aus Nottwil. Die Frischverheiratete nimmt sich für den Sonntag «einen Lauf mit Erinnerungswert» vor. Sie freut sich aufs «spontane Losrennen und allein auf neuen, unbekannten Wegen, die Umgebung entdecken». Als Taktgeber sieht sie neben «meiner Lust und inneren Laufbegeisterung» den Hintergedanken des Projekts und seine Wirkung: «Die Idee des gemeinsamen Aufbruchs aus dem Stillstand dünkt mich wunderschön.»

Viel Prominenz schnürt die Laufschuhe

Auch beim individuellen Unterwegssein wird sie «das Gefühl als Individuum in der Läufermasse» in sich mittragen und auf sich wirken lassen. Ihren Beitrag leistet sie damit, um

«das Leben in die Sportwelt zurückzubringen und ein Zeichen zu setzen».

Franziska Huwyler ist nur eine von zahlreichen Prominenten, die sich vom OneMillionRun haben anstecken lassen. Bundesrätin Viola Amherd hat sich zum Mittun entschlossen, ebenso Swiss Olympic Präsident Jürg Stahl oder Nationalrat und Ex-Bobfahrer Marcel Dobler. Nicola Spirig, Triathlon-Olympiasiegerin 2012 und Olympiazweite 2016 ist Projekt-Botschafterin: «Ich möchte ein Zeichen setzen und dem Sport etwas zurückgeben, indem ich möglichst viele Personen zur Bewegung animiere.» Sie sieht die eine Million Kilometer als «realistisches Ziel». Und der wichtige Nebeneffekt: «Mit unserem Engagement unterstützen wir den Schweizer Sport und tragen dazu bei, dass der Anlass zur grössten Laufveranstaltung des Landes wird.» Sie schliesst: «Genau das brauchen wir jetzt: mit frischem Schwung in die Zukunft.»

Aussagen, die in dieselbe Richtung zielten, kommen auch von Ski-Olympiasiegerin Dominique Gisin, von Weltklasse-Handballer Andy Schmid, den Rollstuhl-Aushängeschildern Marcel Hug und Manuela Schär und vielen mehr. Sie alle freuen sich über die Dynamik und Bereitschaft vieler, Geldbeträge für den Sport zu spenden.