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ORIENTIERUNGSLAUF: Wo auch Kleine ganz gross sind

Mit der Natur in Berührung kommen, mit Badge am Finger und einem Kompass in der Hand. Ein Sport nicht nur für Ambitionierte.
Theres Bühlmann
Ganz Klein bis Gross rennt kartenstudierend durch den Wald. (Bilder: Nadia Schärli (Dagmersellen, 1. April 2017))

Ganz Klein bis Gross rennt kartenstudierend durch den Wald. (Bilder: Nadia Schärli (Dagmersellen, 1. April 2017))

Theres Bühlmann

theres.buehlmann@luzernerzeitung.ch

Sich beim Start einfinden, das Kommando abwarten und lossprinten. Die Karte fassen, einen Blick darauf werfen und sich entscheiden: geradeaus, links oder rechts? Die Orientierungsläufer sind wieder unterwegs und stellen sich der Herausforderung, den schnellsten Weg zwischen den Posten zu finden und gleichzeitig Karten zu lesen, ein wichtiger Faktor in diesem Sport, um sich in unbekanntem Gebiet zurechtzufinden. Am Samstag wurde mit dem 44. Luzerner Einzel-OL im Dagmerseller Chrüzbergwald die Saison lanciert.

Insgesamt 350 Teilnehmer, Klein und Gross, Jung und Alt, beteiligten sich an der Postensuche. «Orientierungslauf ist ein Familiensport», sagte Jürg Ehrler (Sursee), Medienverantwortlicher bei der OLV Luzern. «Die Eltern animieren ihre Kinder mitzumachen, oder auch umgekehrt.» Es sei die Bewegung in der Natur, bei der man mental gefordert werde, erklärte Ehrler die Beliebtheit dieses Sports und somit den Umstand, dass jedes Wochenende Hunderte von Aktiven in der ganzen Schweiz die Wälder bevölkern. «Und man muss dabei auch ans Limit gehen», so Ehrler.

Lieber einen Umweg in Kauf nehmen

Dies unterstreicht die Aussage der 15-jährigen Anja Burkhardt aus Sursee, die seit acht Jahren dieser Sportart frönt und diese Komponente, das Laufen in der Natur, «cool findet». «Und», schob sie nach, «man läuft ja nicht nur, sondern muss sich immer wieder viel dabei überlegen.» Manchmal sei es von Vorteil, einen Umweg in Kauf zu nehmen, als quer durch das Dickicht zu laufen, «so ist man meistens auch schneller». Der samstägliche Lauf ist ihr mit Platz 4 in ihrer Kategorie gelungen, «obwohl es zeitweise sehr steil war und wir einmal zwischen zwei Posten rund 80 Höhenmeter bewältigen mussten».

Der 66-jährige Jürg Hartmann aus Nottwil, seit 30 Jahren als OL-Läufer unterwegs, mag nebst dem Laufen im Wald auch den Umstand, «dass ich allein unterwegs bin». Er fand übrigens dank seines Sohnes Manuel zum OL, und seine Enkelin geht auch schon auf Postensuche. OL ist eben ein Familiensport. Dies bewies auch die Familie Knobel (OLV Baselland). Papa Pascal bestritt diesen Lauf am Samstag mit seiner Tochter und dem zweijährigen Sohn. Der Vater nahm sich immer wieder Zeit, dem Nachwuchs geduldig zu erklären, welche Schritte nun als Nächstes anstehen und wohin der Weg führen soll.

Viele Helfer im Hintergrund

So ein Anlass wäre ohne die fleissigen Helfer im Hintergrund kaum durchführbar. Rund 55 Personen aus den Reihen der OLV Luzern standen in Dagmersellen im Einsatz. Da mussten morgens Sandwichbrote zubereitet, das Anmeldedesk besetzt und das OL-Beizli betreut werden.

Nicht zu vergessen die Bahnleger und Chauffeure, welche Läufer zum Start brachten. Und die meisten dieser «guten Geister» liessen es sich nicht nehmen, vor oder nach getaner Arbeit «in die Hosen zu steigen», um den OL zu bestreiten. Und am Schluss eines Orientierungslaufes steht das Auswerten, im Fachjargon Auslesen genannt.

Auswertung auf einem Kassenstreifen

Dazu wird der Badge angedockt, den der Läufer mit sich trägt und auf dem die Zeit und die Postenkontrolle erfasst werden. Dann alles ausdrucken, der Papierstreifen sieht einem Kassenzettel ähnlich, und der Läufer sieht sofort schwarz auf weiss, was er geleistet hat. Dann wurde diskutiert und analysiert, Resultate verglichen und Erlebnisse von der Strecke ausgetauscht. Und dieses Szenario wird sich nun bis im Herbst Wochenende für Wochenende wiederholen, denn sie haben noch viele Wettkämpfe vor sich, die Posten suchenden Akteure.

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