OTHMAR-KRIENS 24:21: Kriens verliert auswärts bei Othmar

Mit einer ärgerlichen 21:24-Niederlage kehrt der HC Kriens-Luzern aus der St. Galler Kreuzbleichehalle zurück.

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Trotz sieben Toren von Benjamin Steiger reichte es nicht zum Sieg. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Trotz sieben Toren von Benjamin Steiger reichte es nicht zum Sieg. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Ärgerlich deshalb, weil es die Zentralschweizer verpassten, gegen einen alles andere als überzeugenden Gegner der Finalrunden-Qualifikation einen wichtigen Schritt näher zu kommen. Auf Seiten der Ostschweizer genügte eine seriöse, aber nicht glänzende Vorstellung, um die Zentralschweizer im Griff zu behalten. Allerdings bleibt der HCK trotz allem auf Finalrundenkurs. Denn in der Kreuzbleiche darf kein Gast fest mit Punkten rechnen.

Auf Krienser Seite begann das Spiel so schlecht, wie es eben nur konnte: Beim Einlaufen verletzte sich Okan Yalciner erneut - erneut am Oberschenkel, jetzt einfach auf der anderen Seite. Seine Tore aus der Distanz waren es dann auch, die im Krienser Spiel schmerzlich vermisst wurden. Denn so fanden die Gäste aus der Zentralschweiz nie zu einem flüssigen Spiel.
Verloren wurde diese Partie, das steht fest, in der Offensive. Denn gegen St. Otmar 24 Gegentore zuzulassen könnte ein Kompliment an die Deckung sein. Ist es in diesem Fall aber nur bedingt. Denn weil der Offensivmotor des HCK mehr als nur auf Sparflamme lief, blieb diese Defensivleistung am Schluss ohne zählbaren Erfolg.

In der Offensive des HCK fehlten Rhythmus, System und Bewegung. Ohne zusammenhängende Aktionen blieben die Flügelspieler weitgehend isoliert und ohne Gefahr, die beiden Kreisläufer kamen auch nicht wunschgemäss zum Abschluss. Und weil im Aufbau eigentlich nur Beni Steiger eine phasenweise starke Leistung glückte, war die Niederlage die an sich logische Folge.

Umso mehr, als sich der HCK viele - zu viele - leichtsinnige Fehler erlaubte. Zudem lief Otmars Koreanischer Klassekeeper Kung-Tai Han zu einer starken Form auf, weshalb der HCK schon kurz nach der Pause den Anschluss verlor. Immerhin aber stemmte sich das Team gegen eine drohende Kanterniederlage 26:21). Und das ist ihm angesichts der immer dünner werdenden Personaldecke hoch anzurechnen. Spät, vielleicht zu spät bäumte sich das Team jedoch mit der allerletzten Konsequenz auf.

Festzuhalten bleibt, dass Otmar damit punktemässig zu Kriens aufgeschlossen hat. Nun werden am Mittwoch alle Blicke nach Schaffhausen gerichtet sein, wo der RTV Basel beim Tiotelaspiranten anzutreten hat und gewinnen muss.

Benedikt Anderes / HC Kriens

TSV St. Otmar St. Gallen - HC Kriens-Luzern 24:21 (12:9)

Kreuzbleiche, 550 Zuschauer. SR Nagel/Guignet

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 2:2 3:3, 4:4, 5:5, 7:7 (23.), 7:6, 10:7 (28.), 11:8, 12:9; 13:9, 14:10, 16:12, 18:14, 19:15, 20:16, 21:16 (53.), 21:19 (57.), 2:20, 23:21, 24:21.

St. Otmar: Han/Isenrich (2 Penalties); Engeler (3), Christ (5), Pfrunder, Bächtold (1), Wild, Keller (3), Liniger (5/1), Usik (4), Gunzinger, Friede (2), Keel, Hojc (1).

Kriens-Luzern: Schelbert/Hodel (1 Penalty und ab 43.); Steiger (7), Schegel (2), Nyffenegger (3), Stankovic 5/4), Yalciner (n.e.), Bislimi (1), Willisch (2), Zimmermann, Podvrsic (1), Hofstetter.

Bemerkungen: Kriens ohne Schmid (verletzt), Yalciner verletzt und nicht eingesetzt. Penalties: 41. Han hält Penalty von Stankovic (17:13).