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Ruderer Stahlberg hat seinen Platz im Boot noch nicht gefunden

Der Thurgauer Nico Stahlberg sass am Weltcup in Linz mit Roman Röösli im Doppelzweier. Trotz gutem Resultat ist noch offen, ob sie auch weiterhin zusammen rudern.
Raya Badraun
Nico Stahlberg ist ein ausgesprochener Teamsportler. Bild: Ralph Ribi

Nico Stahlberg ist ein ausgesprochener Teamsportler. Bild: Ralph Ribi

Die Schweizer Ruderer sind auf Partnersuche. Bereits im kommenden Sommer werden an der WM in Linz-Ottensheim die Plätze für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio vergeben. Bis dahin müssen die stärksten Boote, die besten Kombinationen gefunden sein. Dabei sind die Athleten und der Verband mit ähnlichen Fragen konfrontiert wie Menschen, die eine Beziehung eingehen möchten: Haben wir die gleichen Vorstellungen? Harmoniert es zwischen uns? Oder geht es noch besser?

Mit diesen Themen beschäftigt sich momentan auch Nico Stahlberg. Der 26-jähriger Thurgauer war im vergangenen Jahr im Skiff unterwegs und feierte einen seiner grössten Erfolge: den Sieg im Gesamtweltcup. Trotzdem schaut er sich nun wieder auf dem Rudermarkt um, denn Stahlberg ist ein ausgesprochener Teamsportler. Doch findet er auch den richtigen Partner, um in zwei Jahren an den Sommerspielen vorne dabei zu sein? Um sicher zu sein, gehen die Ruderer nicht zusammen essen. Sie absolvieren Rennen – wie am vergangenen Wochenende am Weltcup in Österreich.

«Nur zusammen entfalten wir eine Wirkung»

An diesem Test sass Stahlberg mit Roman Röösli im Doppelzweier. Die Voraussetzungen waren nicht einfach. Erst nach dem ersten Weltcup-Rennen in Belgrad Anfang Juni, an dem beide noch im Skiff ruderten, wurden sie zum Team. So hatten sie nur gerade zwei Wochen Zeit, um sich vorzubereiten. «Wir haben im Training schnell gemerkt, dass es zwischen uns gut funktioniert, wir die gleichen Vorstellungen haben», sagt Stahlberg. Auch die Rollen sind bereits verteilt. Im Rennen ist Röösli für die Schlagzahl und den Rhythmus zuständig, Stahlberg behält das Feld im Blick und meldet, wenn ein Schlussspurt nötig ist. «Ich musste mir wieder bewusst werden, dass ich Änderungen direkt mitteilen muss», sagt Stahlberg. «Es bringt nichts, wenn ich alleine härter ziehe. Nur zusammen entfalten wir eine Wirkung. Das war die Kunst.»

Um eine Einheit zu bilden, braucht es jedoch nicht nur eine gute Kommunikation, sondern vor allem auch Zeit – und die war knapp. So war das Duo auch an den Wettkampftagen noch am Feilen, etwa am Start, der so wichtig ist für den Rennverlauf. Umso zufriedener war Stahlberg am Ende mit dem Ergebnis. Mit Röösli belegte er den dritten Rang und damit einen Podestplatz in einem starken Feld. «Wir haben jedoch noch viel Potenzial», sagt er.

Es gibt einen weiteren möglichen Partner

Das Wissen, dass er in beiden Bootsklassen gute Leistungen zeigen kann, beruhigt Stahlberg. Doch er sagt auch: «Es macht Freude, im Doppelzweier zu sitzen.» Ob er das Boot beim nächsten Weltcup-Rennen in Luzern jedoch wieder mit Röösli teilt, ist noch offen. In diesen Tagen werden die Auftritte vom vergangenen Wochenende analysiert und dann wird entschieden, in welcher Kombination die Ruderer als nächstes antreten werden.

Neben Röösli gibt es noch einen weiteren möglichen Partner: den 23-jährige Barnabé Delarze. Zuletzt hatte dieser Rückenpro­bleme, in Luzern sollte er jedoch wieder im Einsatz sein. Wird er dann mit Stahlberg rudern oder doch mit Röösli? Oder bleibt es beim bisherigen Duo? Das letzte Wort in der Partnersuche ist noch nicht gesprochen.

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