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Fussball-Party am Affenfelsen

Der Rausch auf Gibraltar geht weiter: Der Fussballzwerg feierte den zweiten Sieg innert drei Tagen.
Nikolai Stoobe (SID)
Gibraltarer Jubel. (Bild: Carrasco Ragel/Keystone (16. Oktober 2018))

Gibraltarer Jubel. (Bild: Carrasco Ragel/Keystone (16. Oktober 2018))

Die Spieler hüpften ausgelassen über den Rasen, die Zuschauer kreischten und klatschten auf den Rängen: Nach dem zweiten Coup innerhalb von drei Tagen kam Gibraltar aus dem Feiern nicht mehr heraus. Durch das 2:1 über Liechtenstein am Dienstagabend träumt man am berühmten Affenfelsen sogar von der Teilnahme an der Europameisterschaft 2020.

«Das ist die glücklichste Nacht in meinem Leben», sagte Gibraltars Trainer Julio Ribas, nachdem seine Mannschaft in der Nations League nach dem 1:0 in Armenien den nächsten Paukenschlag folgen liess. Zuvor hatte es für das britische Übersee­gebiet an Spaniens Südküste seit Aufnahme in die Uefa 2013 in 22 Pflichtspielen 22 Niederlagen gegeben.

Doch die Dauer-Loser vom Mittelmeer sind plötzlich nicht mehr zu bändigen und haben 2018 schon mehr Pflichtspiele gewonnen als die deutsche Nationalmannschaft (siehe auch oben). Dabei profitiert der Underdog auch vom Modus der Nations League. Die Gegner sind nicht mehr so hochkarätig wie in früheren Qualifikationen zur WM und EM, als man gegen Deutschland (0:7), Polen (1:8/0:7) und Belgien (0:9) viel Lehrgeld zahlen musste.

Gegen Liechtenstein ersten Heimsieg geholt

Nun sammelt Gibraltar Erfolgserlebnisse und macht in Pflichtspielen endlich die Er­fahrungen, an die in dem 34'000-Einwohner-Land schon keiner mehr so richtig glauben wollte: Gegen Liechtenstein gelang der erste Heimsieg, erstmals wurde ein Spiel gedreht und erstmals auch glückten zwei Tore in einem Spiel.

Die 5'000 Zuschauer im ausverkauften Victoria-Stadion mussten allerdings lange um den historischen Triumph bangen. Dennis Salanovic (15.) hatte Liechtenstein zunächst in Führung gebracht, doch George Cabrera (61.) und der schon gegen Armenien erfolgreiche Joseph Chipolina (66.) trafen zum umjubelten 2:1-Triumph.

Die Gäste aus Liechtenstein, die das Hinspiel noch 2:0 gewonnen hatten, waren restlos bedient. Die Zeitung «Vaterland» schrieb von einer Blamage, die «in diesem Masse nicht hätte passieren dürfen, denn spielerisch hatte Gibraltar nichts zu bieten». In den wichtigen Szenen sei Liechtenstein wieder einmal «die fehlende Kopfballpräsenz» zum Verhängnis geworden.

Gibraltar war es egal, wie der Sieg zu Stande kam. Das Resultat überstrahlte alles und machte auch Hoffnung auf mehr. Die Teilnahme an der Euro 2020 ist noch in Sicht. Die Gruppensieger aller vier Divisionen der Nations League spielen in einer Play-off-Runde um EM-Tickets. Gibraltar (6 Punkte) liegt in seiner Gruppe nach vier Spielen auf Rang zwei und darf bei nur drei Zählern Rückstand auf Mazedonien noch auf den Gruppensieg hoffen.

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