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Patrick Rahmens «Schuh-Tick» bringt dem FC Aarau Glück – auch gegen den SC Kriens?

Nach dem 11. Spieltag, als der FCA ein weiteres Mal verlor, entscheidet sich Patrick Rahmen für einen Tenuewechsel: Statt Hemd, Hose und modische Schuhe trägt er seither Trainingsanzug und graue Turnschuhe. Mit Erfolg: 53 Punkte aus 22 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Sebastian Wendel
Gehören zusammen: Die Schuhe von Trainer Patrick Rahmen und die Erfolgsserie des FC Aarau. (Bild: Sebastian Wendel)

Gehören zusammen: Die Schuhe von Trainer Patrick Rahmen und die Erfolgsserie des FC Aarau. (Bild: Sebastian Wendel)

Aberglaube? Nein, das geht Patrick Rahmen zu weit. «Ich hätte kein schlechtes Gefühl, wenn ich vor einem Spiel andere Schuhe anziehen müsste.» Aber verzichten auf die grauen Treter will der FCA-Trainer dann doch nicht – auch heute nicht, wenn der FC Aarau gegen Kriens spielt

Der Grund: Am 12. Spieltag, als der FCA das Heimspiel gegen Wil 2:0 gewann, trug Rahmen die Turnschuhe der Marke mit den drei Streifen das erste Mal – und seither in jedem Spiel.

Der Schuhwechsel ging einher mit einem kompletten Wechsel der Arbeitskleidung: Zum Zeichen, dass ab sofort Trainerteam und Mannschaft zusammenrücken müssen und harte, ehrliche Arbeit gefragt ist, verzichtete Rahmen nach der 1:3-Niederlage in Genf am 11. Spieltag auf Hemd, feine Hose und modische Schuhe. Seither trägt Rahmen an Spielen einen Trainingsanzug und eben besagte graue Turnschuhe. Der Tenuewechsel bringt Glück: 53 Punkte aus 22 Spielen.

Das letzte Spiel, in dem Rahmen Hemd, feine Hose und modische Schuhe trug: Die Auswärtspleite am 11. Spieltag in Genf. (Bild: Freshfocus)

Das letzte Spiel, in dem Rahmen Hemd, feine Hose und modische Schuhe trug: Die Auswärtspleite am 11. Spieltag in Genf. (Bild: Freshfocus)

Dass die Schuhe mittlerweile ausgelatscht und verfärbt sind – kein Problem. Jeder weiss ja: Umso ausgelatschter, umso bequemer sind Schuhe. Rahmen trug sie, als der FC Aarau am 13. Spieltag in Chiasso in den letzten fünf Spielminuten aus einem 1:2-Rückstand einen 3:2-Sieg machte. Er trug sie in Genf, wo der FCA einen wundersamen 2:1-Auswärtssieg gegen den Aufsteiger schaffte. Er trug sie am 4. Mai, als der FCA dem Wintereinbruch trotzte und im Schneematsch Lausanne 3:0 überfuhr. Und er trug sie auch bei der einzigen Niederlage in der Erfolgsserie, am 24. Februar in Vaduz (0:2) – die Schuhe danach auszutauschen, war kein Thema, weil der FCA laut Rahmen im «Ländle» nicht so schlecht spielte, wie das Resultat vermuten liess.

Patrick Rahmen in Winterjacke, Trainingsanzug und grauen Turnschuhen. (Bild: Freshfocus)

Patrick Rahmen in Winterjacke, Trainingsanzug und grauen Turnschuhen. (Bild: Freshfocus)

Rahmens «Schuh-Tick» kommt nicht von ungefähr. Schon als Spieler pflegte er ein Ritual: Immer am Vortag eines Spiels wusch er sein Auto. Rahmen lacht und sagt: «Jeder Fussballer oder Trainer hat seine kleinen Macken. Auch ich. Aber wie gesagt: Brauche ich in Zukunft mal neue Schuhe, hätte ich deswegen keine Angst.»

Rahmens grosses Lob für die FCA-Fans

Auf seine Glücksschuhe kann Rahmen im Heimspiel gegen Kriens zählen. Und auch auf die Fans des FC Aarau. Der bisherige Saison-Zuschauerrekord (4477 gegen Lausanne) dürfte überholt werden – Rahmen und seine Spieler träumen von 5500 bis 6000 Zuschauern.

Egal, wie viele es im Endeffekt sind, Rahmen ist begeistert über die Unterstützung von den Zuschauerrängen. «Unsere Fans sind fantastisch. Auch in der sportlichen Krise zu Beginn der Saison war der Rückhalt da. Wenn ich daran denke, wie viele FCA-Fans im Herbst im drei Stunden entfernten Genf und beim Schicksalsspiel in Chiasso waren – Wahnsinn! Dafür gebührt ihnen mein grösste Respekt. Das ist in der Challenge League alles andere als selbstverständlich, ja auch viele Super-League-Klubs wären froh um eine so grosse Fanbasis wie der FCA sie hat.»

Am vergangenen Spieltag in Schaffhausen, wo der FCA dank des 2:1-Sieges Rang 2 eroberte, war der Gästeblock praktisch voll, mittendrin der zukünftige Präsident Philipp Bonorand. «Der Blick auf die volle FCA-Fankurve war wunderschön. Nach dem Spiel mit den Fans Rang 2 zu feiern, waren unvergessliche Momente. Nun wollen wir uns Brügglifeld mit einem Sieg gegen Kriens den Fans etwas zurückgeben – auch sie hätten die Barrage verdient.»

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