Handball
Der Krienser Torhüter Paul Bar wechselt zu GC Amicitia

Dieser Abgang schmerzt Kriens-Luzern: Einer der besten Goalies der Liga verlässt die Zentralschweizer, weil er nicht noch mehr Zeit in den Sport investieren kann.

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Paul Bar bricht seine Zelte in der Zentralschweiz am Saisonende ab.

Paul Bar bricht seine Zelte in der Zentralschweiz am Saisonende ab.

Bild: Fabienne Krummenacher

(ss) Dass Paul Bar den HC Kriens-Luzern im Sommer nach fünf Jahren verlässt, ist seit längerem bekannt. Nun steht auch fest, wohin es ihn zieht: Der 30-jährige deutsch-polnische Doppelbürger wird zu GC Amicitia Zürich wechseln – zu jenem Klub also, bei dem er vor Kriens bereits zwei Jahre spielte. Wenn einer der besten Goalies der QHL vom drittklassierten Kriens-Luzern zum neuntrangierten Zürich wechselt, mutet das zunächst sonderbar an. «Für uns bewirkt sein Abgang einen unglaublich grossen Schaden», sagt HCKL-Trainer Goran Perkovac. «Doch Paul wollte weniger trainieren und das wollen wir nicht.» Bereits in der Vergangenheit trennte sich Kriens-Luzern deshalb von Spielern, Flügel Severin Ramseier etwa oder Goalie André Willimann. «Wenn wir eine Ausnahme machen, zieht das einen Rattenschwanz nach sich», sagt Perkovac, der den Betrieb in Kriens weiter professionalisieren will.

Auch Bar bedauert die baldige Trennung, «es tut beiden Seiten weh», sagt er. Es sei nicht so, dass er weniger trainieren wolle, sondern dass er nicht noch mehr in den Sport investieren könne. «Sieben Trainings pro Woche sind mein Limit, in Zukunft hätten es in Kriens noch mehr werden sollen. Ich brauche aber die Erholung, und Zürich kam mir in dieser Hinsicht entgegen», erklärt der zu 70 Prozent bei einer IT-Firma angestellte Paul Bar. Von Kriens möchte er sich auf bestmögliche Weise verabschieden – «mit dem Gewinn von zwei Titeln».